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Ohlsdorfer Friedhof • Nordteich und Stiller Weg:
Am Grab von Wilhelm Cordes

Das doppelte Grab Lerdau Das Grabmal Alsen
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grab Wilhelm Cordes (17.11.2002)Wir folgen dem „Stillen Weg”. Nur wenige Meter hinter dem Mausoleum Riedemann weist ein Wegweiser zum Cordes-Grab. Das Grab liegt ein wenig abseits des Weges. Cordes hatte sich diese Grabstätte selbst ausgesucht und selbst gestaltet.

Es ist ein Ort zum Verweilen- etwas versteckt und mit einer Sitzbank versehen. Das Grabmal mit den drei singenden Putten wird Xaver Arnold zugeschrieben. Sie singen das Amen.[225, Seite 16]

Die Inschrift „Für den Schöpfer dieses Friedhofes” ist sachlich verkehrt. Cordes hat den Friedhof Ohlsdorf definitiv nicht geschaffen. Die Planungen bis zur Eröffnung kamen von der Baudeputation unter dem Oberingenieur Franz Andreas Meyer. Die ersten Arbeiten wurden unter der Leitung des Ingenieurs Horst durchgeführt.

Cordes kam erst später hinzu- jedoch hat wohl niemand einen so weitreichenden Einfluss auf die Gestaltung des Friedhofes ausgeübt wie er.

Die Senats- und Bürgerschafts-Commission für die Verlegung der Begräbnisplätze hatte bis 1883 die Oberaufsicht über den Ohlsdorfer Friedhof. Sie beschloss bald nach der Friedhofseröffnung die Anstellung eines Friedhofsverwalters.

Im Juni 1879 wurde hierfür der in Hannover ausgebildete junge Architekt Johann Wilhelm Cordes gewählt. Cordes hatte seit 1874 als Architekt beim Bau der Außenalsteranlagen mitgewirkt. Er war seit 1877 als Bauleiter auf dem Friedhofsgelände tätig.

Der in Wilhelmsburg geborene Cordes lebte vom 11.3.1840 bis zum 31.8.1917. Das Grab wird von der Friedhofsverwaltung als Ehrengrab erhalten.

Sein Wohnhaus Fuhlsbüttler Straße 792 existiert noch.

Ein genauerer Lebenslauf ist in www.glass-portal.privat.t-online.de zu finden

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grab Wilhelm Cordes (17.11.2002)
In der unmittelbaren Nähe der  i „Verhoffenden Rehe” steht das Grabmal Kraemer (AC16,1-12). Das Grabmal zeigt eine auffallende Ähnlichkeit mit dem Grabmal auf dem Grab von Wilhelm Cordes. Man vermutet, dass das 1906 errichtete Grabmal Kraemer von Wilhelm Cordes entworfen wurde. Da diese „Expedition” auch zu den „Verhoffenden Rehen” führt, sei hiermit darauf hingewiesen!

Letztes Upload: 17.02.2017 um 18:55:55