Home

Info-
seite

FAQ über
Friedhofsengel

Vom Eingang Kornweg
zum Eingang Bramfeld

Auswahl-
seite Ohlsdorf

Ohlsdorfer Friedhof • Nordteich und Stiller Weg:
Cäsar F. Pinnau,
der Architekt nicht nur des Stückgutfrachters „Cap San Diego” an der Überseebrücke

Das Mementograb auf dem Millionenhügel Grabmale Marcks und Familie Thörl
Friedrich Böer[223, Seite 8] schrieb über die Fracht- und Fahrgastmotorschwesterschiffe „Santa Inés” und „Santa Theresa”:
Die windschnittige Form - auch des in den Mittelschiffeinbauten einbezogenen Schornsteins - soll keine Steigerung der Geschwindigkeit erzielen. Sie entspricht der allgemeinen moderneren Linie und ist ein Entwurf des Hamburger Architektens Cäsar F. Pinnau, der auch die Innenausstattung beider Schiffe besorgte.
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Cäsar F. Pinnau auf dem  Millionenhügel
Die oben im Zitat erwähnten Schwesterschiffe waren nicht die ersten und nicht die letzten Arbeiten des Architektens Pinnau im Zusammenhang mit Schiffen. Besonders bekannt ist die weiter unten beschriebene „Cap San Diego” - auch sie und die übrigen Stückgutfrachtern der „Cap San”-Bauserie wurden mit von ihm gestaltet.

Einer seiner weiteren Kunden war Aristoteles Onassis. Für Onassis betreute Pinnau beispielsweise den Umbau einer ehemaligen kanadischen Fregatte zur Luxusyacht „Christina O.”.

Im Architekturarchiv ist ein ausführlicher Artikel über Prof. Arch. Cäsar F. Pinnau zu lesen.

Auch das Grab von Cäsar F. Pinnau (*9.8.1906 in Hamburg; †29.11.1988 in Hamburg) gehört zum Millionenhügel. Es steht dem westlichen oberen Weg auf AD13, 27-44.

Der gelernte Möbeltischler Pinnau war als Architekt, Raumgestalter und Möbelmacher erfolgreich. In eigener Sache war er für seine Familienbgrabstätte tätig. Er hat es um 1980 entworfen. Die Beschriftung des in den Vordergrund gestellte Obelisks nennt ihn und seine Frau Ruth. Die Eltern der Eheleute werden auf den Sockeln unterhalb der Urnen bedacht.


Bild: Cap San Diego
Unmittelbar an der U-Bahn-Haltestelle „Baumwall” befindet sich die „Überseebrücke”. Gut vertäut liegt der Stückgutfrachter „Cap San Diego” an der Überseebrücke. Er ist jetzt ein Museum. Die „Cap San Diego” ist eines der schönsten je gebauten Frachtschiffe. Sein Spitzname ist „Der weiße Schwan des Südatlantiks”.

Die „Cap San Diego” war das zuletzt gebaute Schiff einer Serie von sechs baugleichen Stückgutfrachtern der Reederei Hamburg Südamerikanische Dampfschiffahrt-Gesellschaft. Die Schiffe verkehrten im Liniendienst zwischen Hamburg und Südamerika (Brasilien und Argentinien). Alle Schiffsnamen dieser Bauserie begann mit „Cap-San”.

Der Stapellauf der „Cap San Diego” erfolgte am 15.12.1961. Das Schiff ist 159 m lang, 21 m breit und 20 Knoten schnell. Umgerechnet sind es 37 km pro Stunde.

Eine lange Fahrenszeit war dem Schiff nicht beschert. Die Containerschifffahrt setzte sich durch und Stückgutfrachter waren nicht mehr gefragt. Bereits 1986 sollte das Schiff verschrottet werden. Dank privater Initiative blieb es erhalten und ermöglicht den Besuchern einen Einblick in das seemännische Arbeitsleben der damaligen Zeit.


Letztes Upload: 09.07.2017 um 12:18:24