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Ohlsdorfer Friedhof • Nordteich und Stiller Weg:
Die Grabmale Marcks und Familie Thörl

Cäsar F. Pinnau, der Architekt nicht nur des
Stückgutfrachters Cap San Diego
Das Grabmal Hagenbeck
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Gerhard MarcksDies sind zwei Beispiele aus den Grabmalen am Millionenhügel. Das Grab des Bildhauers Gerhard Marcks (*1889; †1981) steht auf dem südöstlich angrenzenden Hügel im Planfeld AD15,139-142 unmittelbar neben dem Familiengrab der Familie Thörl. Die Engelsplaketten am Gitter der Familiengrabs Thörl und deren etwa 15 cm breite Schmetterlinge an der Umfassungsmauer waren nette Ausschmückungen dieser Grabanlage.

Das bekannteste Werk des Bildhauers Gerhard Marcks auf dem Ohlsdorfer Friedhof ist das  i Bombenopfer Mahnmal (Bp-Bo 66,67).

Einige weitere Beispiel seiner Werke sind am  i Ende dieser Seite zu finden.


Familiengrab Friedrich H.L. Thörl
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familengrab Thörl
Familengrab Thörl. Rechts unten am Eingangspfeiler ist vermerkt: Alfred Martin Arch.

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familengrab Thörl Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familengrab Thörl
Nachtrag 17.4.2016: Leider wurden zwischenzeitlich die Engelsköpfe entfernt. Das Foto wurde am 29.11.2002 aufgenommen.
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familengrab Thörl
Aufschrift auf dem Relief:

Thun und Denken Voraus.
Liebe und Leben im Haus.
Fest zueinander steh'n
-laesst nicht vergeh'n.

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familengrab Thörl
Die Familie Thörl beschäftigte sich mit der Gewinnung von Pflanzenöl.

Der Kommerzienrat Johann Friedrich Thörl (*1820; †1886) ist hier nicht begraben. Sein Familiengrab befindet sich in Harburg, ehemaliger Alter Friedhof. Dieser in einen öffentlichen Park umgewandelte Friedhof liegt an der Bremer Straße auf einer Anhöhe südlich der St.-Johannis-Kirche.

Johann Friedrich Thörl kam 1854 als Kaufmann nach Harburg. 1863 wurde die „Chemische Fabrik Thörl & Heidtmann” gegründet. Danach beteiligte er sich an weiteren Unternehmen der Pflanzenölgewinnung. Insbesondere errichtete er 1883 die „F. Thörls Vereinigte Harburger Ölfabriken AG”. Hier wurde erstmals Speiseöl aus ägyptischer Baumwolle und später aus Palmkernöl, Leinsaat und Raps gewonnen.

Hier in Ohlsdorf in der bereits 1909/1910 errichteten Grabstätte sind u.a. sein Sohn Friedrich H.L. Thörl (*1857; †1936) und dessen Frau Julia Thörl (*1862; †1948) beigesetzt. Vielleicht sind sie es, die das Relief darstellt. 1927 wurde Friedrich H.L. Thörl Ehrenbürger Hamburgs.

Friedrich H.L. Thörl baute die verschiedenen Pflanzenölfirmen aus. An dieser damals größten Ölfabrikgruppe der Welt übernahm im Juli 1922 Van den Bergh die Aktienmehrheit. Van den Bergh ist eine der Keimzellen des 1929 durch Verschmelzung entstandenen Konsumgüterkonzerns Unilever. Somit wurden die „F. Thörls Vereinigte Harburger Ölfabriken AG” 1929 ein Bestandteil des Unilever-Konzerns. 1986 verkaufte sie der Konzern an Archer Daniel Midlands. Ein Jahr später schloss Archer Daniel Midlands die Ölfabrik in Harburg, da das Hafenbecken für die Sojafrachter aus Übersee zu flach war. Ein Umladen auf Schuten wäre unwirtschaftlich gewesen.


Einige weitere Skulpturen von Gerhard Marcks
Bild: Der Heilige Drachen, Dreieinigkeitskirche in Hamburg St. Georg, 26.8.2011Recht häufig sind Werke von Gerhard Marcks in Deutschland zu finden.

Das Foto links zeigt einen Reiter auf seinem Pferd. Sie töten einen Drachen.

Der Reiter wird St. Georg sein, denn die Statue steht an der Dreieinigkeitskirche in Hamburg St. Georg

Die Kirche wurde 1943 von Bomben zerstört. 1956/1958 wurde das Kirchenschiff wieder aufgebaut, 1959/1961 wurde der 67 m hohe Turm im Barockstil wieder errichtet.

Ein weiteres Werk von Gerhard Marcks ist der Albatros in der Kirche St. Katharinen zu Hamburg. Die Kirche steht auf dem Katharinenkirchhof gegenüber der Jungfernbrücke über den Zollkanal.

Bild: Die verhüllte EOS, Veste Coburg Bild: Die verhüllte EOS, Veste Coburg
Bilder links und oben: „Die verhüllte EOS” steht im Hof der Veste Coburg. Gerhard Marcks hat sie 1964 erschaffen.

Bild unterhalb: In einem kleinen Park in Köln-Deutz an der Lorenzstraße steht auf einem hohen Sockel ein „Deuxer Bock”. Gerhard Marcks hat ihn 1963 im Auftrag der Stadt Köln geschaffen.

Bild: Deuxer Bock in Köln-Deutz

Letztes Upload: 24.08.2017 um 13:29:17