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Ohlsdorfer Friedhof • Nordteich und Stiller Weg:
Familiengräber Faster-Fetrás (AD20,68-77) und Stockhausen (AD20,17-36)

Die Kapelle 7 Das Familiengrab Dralle
Bild: Ohlsdorfer Friedhof, Familiengrab Faster-Fetrás (24.6.2004) Bild: Ohlsdorfer Friedhof, Familiengrab Faster-Fetrás (24.6.2004)
Hinter dem rückseitigen Eingang der Kapelle 7 erstreckt sich eine große Rasenfläche. Am von der Kapelle aus gesehenen linken Rand des Rasens liegt das Familiengrab Faster-Fetrás mit seinem großen Findling mit der Grabnummer AD20,68-77.

Von besonderer Bedeutung ist der sich vor dem Findling befindliche Kissenstein aus schwarzem Granit.' Vielleicht haben Sie von Otto Friedrich Faster bzw. Otto Faster alias Oscar Fetrás (*16.2.1854; †10.1.1931) bereits etwas gehört, denn er war im Bereich Tanz- und Unterhaltungsmusik sehr erfolgreich. Sein bekanntestes Werk ist der Orchesterwalzer „Mondnacht auf der Alster”.

Außer einer kaufmännischen Lehre hatte Otto Faster auch ein Musikstudium absolviert. Seinen Künstlernamen Oscar Fetrás verwendete er ab 1880. Er war zunächst als Kaufmann Prokurist bei der Reederei Laeisz. Danach war er Musiker im Uhlenhorster Fährhaus. Ab 1884 leitete er das Orchester des Uhlenhorster Fährhauses. Ebenfalls 1884 komponierte er den Walzer „Uhlenhorster Kinder”. „Mondnacht auf der Alster” komponierte er 1888.

Als Komponist war er außerordentlich fleißig, als Dirigent war er außerordentlich erfolgreich. Der „Hamburger Walzerkönig” trat auf vielen Konzertreisen und sogar in Frankreich und in Österreich auf. Über 300 seiner Kompositionen wurden gedruckt.

Nach ihm wurde 1951 der Fetrásweg in Hamburg-Rahlstedt benannt. Die Zeitung „Hamburger Abendblatt” widmete ihm in der Ausgabe vom 10.01.1981 einen Nachruf: „Zum 50. Todestag des Komponisten und Dirigenten Oscar Fetrás. Er war Hamburgs Walzerkönig”. Häufig wird sein Todestag fälschlich mit dem 11.1.1931 angegeben - so auch in jenem Nachruf.


Das nächste Grab eines Musikers befindet sich gleich um die Ecke. Dazu geht man am Rasenrand entlang bis zum Ende des Rasens und biegt in den Weg nach links ein. Schon steht man vor dem Familiengrab Julius Stockhausen mit der Grabnummer AD20,17-36. Julius Christian Stockhausen (*22.7.1826 in Paris; †22.9.1906 in Frankfurt am Main) galt als der bedeutendste deutsche Lieder- und Oratoriensänger (Bariton) seiner Zeit. Außerdem war er Gesangspädagoge und Dirigent.
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Stockhausen (15.3.2007) Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Stockhausen (15.3.2007)
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Stockhausen (15.3.2007) Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Stockhausen (15.3.2007)
Das Grabmal ist über 5 m hoch. An dem Giebel schaut der Kopf von Herrn Stockhausen in Richtung Wiese. An beiden Seiten sitzt je eine Frau. Zwischen beiden Frauen ist ein Wasserbecken im Fuß Denkmals eingearbeitet.
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Stockhausen (15.3.2007) Die Frau mit dem Kopftuch verkörpert das „geistliche Lied”, die Frau mit dem Kranz auf dem Kopf verkörpert das „weltliche Lied”. Man könnte versuchen, diese Interpretation der Bedeutung beider Frauen auf das Grabmal  i Franziska Jahns anzuwenden.

In Hamburg war Julius Stockhausen von 1862 bis 1867 Dirigent und Leiter der Philharmonischen Konzerte und der Singakademie.

Sein Grabmal steht in der Nähe einer Wiese an einem Seitenweg, der an der Wiese vorbeiführt. Die Stockhausenstraße ist eine kleine Seitenstraße, die vom Wiesendamm in der Nähe des Bahnhofs Barmbek abzweigt.


Letztes Upload: 24.08.2017 um 13:29:45