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Ohlsdorfer Friedhof • Nordteich und Stiller Weg:
Korvettenkapitän Karlowa (Kreuzer „Blücher”)

Grabmal Familie Böhm ex Arnstedt Die Grabwand Traun/Bruhn
Bild: Friedhof Ohlsdorf, neugestaltung des Familiengrabes Friedrich Sthamer
Die nachfolgend beschrieben Familiengrabanlage wurde Anfang 2016 bis auf das Felsgrabmal und die Kissenplatte für Friedrich Sthamer abgeräumt. Der Platz soll für neue Gräber genutzt werden.
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabsteine Otto Karlowa, Friedrich Sthamer
Wer sich für die Kriegsmarine interessiert, wird die Aufschrift auf dem nicht mehr vorhandenen Kissenstein für Korvettenkapitän Karlowa (*26.7.1888; †9.4.1940) sofort zuordnen können. Der Kissenstein gehörte zur Anlage des Familiengrabs Sthamer. Der Korvettenkapitän Karlowa war offensichtlich mit einer Verwandten des Hamburger Bürgermeisters Dr.  Gustav Friedrich Carl Johann Sthamer verheiratet.
Laut http://en.wikipedia.org/wiki/Order_of_battle_at_Jutland hat ein Kapitänleutnant Otto Karlowa die 4. Torpedobootflottille bei der Skagerrak-Seeschlacht befehligt. Der betreffende, am 23.3.2013 abgerufene, Eintrag für die „4th Semi-Flotilla” lautet:
  • SMS S54 (Lead boat, Semi-Flotilla): Kapitänleutnant Otto Karlowa (Commander, Semi-Flotilla)
  • SMS V48: Kapitänleutnant Friedrich Eckoldt
  • SMS G42: Kapitänleutnant Bernd von Arnim
Das Torpedoboot wurde zusammen mit der deutschen Hochseekriegsflotte am 21.6.1919 auf Befehl des Konteradmirals von Reuter in Scapa Flow (Orkney Inseln) versenkt.
Der parteilose Hamburger Bürgermeister Dr.  Gustav Friedrich Carl Johann Sthamer (*24.11.1856, †29.6.1931) war extrem kurz Hamburger Bürgermeister. Er wurde am 22.12.1919 zum Ersten Bürgermeister gewählt. Bereits am 13.2.1920 trat er zurück, um tags darauf zum Geschäftsträger der deutschen Botschaft in London bestellt zu werden.

Die Straße Sthamerkai wurde nach ihm benannt.


In der Nacht vom 8. auf den 9. April 1940 landeten deutsche Streitkräfte in Norwegen. Beim Eindringen in den Oslofjord ging dabei der nagelneue schwere Kreuzer „Blücher” verloren. Zwei norwegische Küstenbatterien beschädigten den Kreuzer schwer. Anschließend wurde das brennende Schiff von zwei Torpedos aus einer bis dahin unbekannten Torpedobatterie getroffen und sank. Die kurze Geschichte des Kreuzers und seine Spezifikationen sind im Lexikon der Wehrmacht nachzulesen.

Es ist paradox: Der damals modernste Kreuzer der deutschen Kriegsmarine wurde von schon damals veralteten deutschen Krupp-Kanonen beschossen und schwer beschädigt.

Das Familiengrab war nur schwer zu finden, denn es war (Stand August 2010) ziemlich verfallen. Es liegt nur 20 m vom auf der vorhergehenden Webseite beschrieben Grab Böhm ex Arnstedt entfernt.

Ein guter Ausgangspunkt, um es zu finden, ist das südliche Ende des geraden Fußweg der in Richtung Nord-Nordost geradewegs zur Kapelle 7 führt. Die Kapelle ist entlang des Fußweges von seinem südlichen Ende aus zu sehen. Stand man hier und blickte zur Kapelle, so musste man rechts neben den im Winter 2011 gekürzten Rhododendronbüschen suchen.


Letztes Upload: 11.06.2017 um 15:21:04