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Ohlsdorfer Friedhof • Nordteich und Stiller Weg:
Wasserbaudirektor Johannes Dalmann

Zwei Schiffsbugs: Das Familiengrab Glogner Grabanlage Dr. Johann Heinrich Burchard
Nur wenige Schritte vom Grabmal mit den beiden Schiffsbug entfernt, diesmal auf der anderen Seite des Fußweges, wird man von einem sandsteinernen Löwen angeblickt.
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Löwenskulptur ex Wasserbaudirektor Dalmann
Bild: Friedhof Ohlsdorf, ex Wasserbaudirektor Dalmann
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Löwenskulptur ex Wasserbaudirketor DalmannZwischen den beiden Fotos oberhalb liegen fast zwei Jahre. Das Foto mit dem roten Blumen ist vom 27.10.2012, das nächste Foto entstand am 10.7.2014.

Foto links: Der aufmerksam blickende Löwe scheint das Grab zu beschützen.

Die Schrifttafel war ehemals an einem etwa 4 m hohen felsartig behauenen Sandsteinblock in einer Nische eingesetzt. Der Löwe ruhte seitlich vor dem Felsen. Das Grabmal stand bis 1960 auf dem Friedhof St. Jacobi in Hamburg-Eilbek. Als Erschaffer sind Wilhelm Hauers und -mitwirkend- Engelbert Peiffer genannt. Der Name Engelbert Peiffer ist zusammen mit der Jahreszahl 1877 neben dem Kopf der Löwenskulptur eingeritzt.
Das Grab wurde in Patenschaft übernommen und renoviert. Der neue Inhaber hat dazu einen ausführlichen Bericht geschrieben. Dabei erhielt die Schrift-/Porträttafel einen ordentlichen Sockel. Sie steht - ähnlich wie damals auf dem Friedhof in Hamburg-Eilbek - seitlich hinter dem Löwen.

Die gärtnerische Gestaltung des Grabes überrascht etwas. Die Beweggründe dafür werden in dem oben verlinkten Bericht geschildert.


Bild: Friedhof Ohlsdorf, Wasserbaudirektor Dalmann

Es ist kaum zu glauben, dass das Porträt des alten Herrn den nur gut 50-jährigen Wasserbaudirektor Johannes Dalmann (*4.3.1823 in Lübeck; †2.8.1875 in Wunsiedel) darstellt!

Angepasst an die zeitgemäße Schreibweise von 1875 lautet der Text auf der Tafel:

Wohl ihm, er starb,
eh' Alter ihn geschwächt,
die Frucht erfreu'
ein künftiges Geschlecht.

Möglicherweise handelt es sich um die Abwandlung zweier Zeilen aus dem Gedicht „Der Tod” von von Karl Müchler: Die Frucht erfreut ein künftiges Geschlecht.
Wohl ihm, er starb eh' Alter ihn geschwächt!

Der Text auf der Tafel drückt eine Hoffnung aus. Sie hat sich erfüllt, denn Hamburg verdankt Johannes Dalmann die schleusenfreie Zufahrt in den Seehafen.


Letztes Upload: 24.08.2017 um 13:29:16