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Ohlsdorfer Friedhof • Nordteich und Stiller Weg:
Grabanlage Dr. Johann Heinrich Burchard (AA 16,1-54)

Wasserbaudirektor Johannes Dalmann Der Gedenkstein für Marie Pfannenstiel
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabanlage Dr. Johann Heinrich Burchard
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabanlage Dr. Johann Heinrich Burchard
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabanlage Dr. Johann Heinrich Burchard, Teil der Grabplatte
Unmittelbar neben dem Fußweg, an der südlichen Seite des Baches, fällt ein aufgeschütteter Hügel am Nordteich mit einer grauen Mauer auf. Es ist das Grab des Bürgermeisters Dr. Johann Heinrich Burchard (AA 16). Dies fast schon pompöse Grab entwarf Fritz Schumacher. Es wurde von Richard Kuöhl in den Jahren 1913/1914 realisiert.

Dr. Johann Heinrich Burchard starb am 6.September 1912. Viel hat er von seiner neuen Hamburger Hochbahn nicht gehabt! Noch am 15.Februar des gleichen Jahres hielt er in Barmbeck die  i Eröffnungsansprache [vollständig] für die neue Hochbahn - nachfolgend nur einige Auszüge:

Die großen Erwartungen, die wir hegten, sind nicht getäuscht worden. An festem Willen zum Schaffen, an eiserner Energie, souveräner Beherrschung der Technik und verständnisvollem Zusammenwirken mit den hamburgischen Instanzen haben die Erbauer der Hochbahn es zu keiner Zeit fehlen lassen. Der Senat und die Bürgerschaft sind hierfür dankbar ...

„Wir Hamburger sind nicht immer rasch von Entschluss, aber was wir schließlich in Angriff nehmen, pflegt gut zu werden ...

Das gewaltige Hochbahnunternehmen mit seinem Palladium, der allbeherrschenden elektrischen Kraft, wird getragen werden von der Gunst der Bevölkerung. Die Hochbahn AG bringt dem Senat und der Bürgerschaft wie dem ganzen Hamburg Vertrauen und guten Willen uneingeschränkt entgegen. Wir wollen es uns dafür unsererseits an Vertrauen und guten Willen nicht fehlen lassen. ...

Für alle Hamburger ist die Hochbahn geschaffen; allen soll sie nützen, nicht zum wenigsten der großen Arbeiterbevölkerung, die in der Zeit vor 7 Uhr morgens jede beliebige Strecke für 10 Pfennig wird durchfahren, und für den gleichen Betrag zu beliebiger Tageszeit in die entlegensten Stadtteile zurückkehren können.”

Die Bemerkung zum „verständnisvollen Zusammenwirken” stimmt nicht ganz mit den Tatsachen überein: Der Bau der U-Bahn war an rund 300 Tagen nur eingeschränkt möglich, denn es wurde gestreikt und es gab Aussperrungen. Es waren fast immer nur einzelne Berufsgruppen an den Arbeitskämpfen beteiligt.


Letztes Upload: 01.08.2017 um 06:53:33