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Ohlsdorfer Friedhof • Nordteich und Stiller Weg:
Familiengrab Gustav J. J. Witt (Y20,135-147/Y21,88-113)

Heinrich Freiherr von Ohlendorff Familiengrab Grabmal Hübner und Kirch - ein heißer Kuss
Geht man vom Mausoleums Ohlendorff auf dem kürzesten Weg zur Waldstraße, so erblickt man gegenüber auf deren südlichen Seite eine Gitterpforte und dahinter die etwa 3½m hohe graue Mauer der Familiengrabanlage Gustav J. J. Witt.
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familiengrabanlage Gustav J. J. Witt
Blick von der anderen Straßenseite zur Familiengrabanlage Gustav J. J. Witt.
Wenn die wuchernden Rhododendren beseitigt oder zumindest ausgedünnt wären, würde diese Grabanlage das ideale Gegenstück zum Mausoleum Ohlendorff bilden!

Henry Grell und Peter Pruter bzw. Grell & Pruter waren die Architekten der auf 1924 datierten Anlage

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familiengrabanlage Gustav J. J. Witt
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familiengrabanlage Gustav J. J. WittVon der Pforte bis zu den beiden Gruftplatten berägt die Entfernung etwa 15 m. Die halbrunde Grabwand ist etwa 3½ m hoch. Der von einer über gut 1,60 m hohen Steinmauer rechteckig umschlossene Hof vor der gebogenen Grabwand dürfte über 200 m² groß sein.

Beide Gruftplatten sind dick vermost, so dass deren Inschriften verborgen bleiben. (Ende Juni 2015)

Nur wenig Text steht auf der riesigen Grabwand: FAMILIE GUSTAV J. J. WITT
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familiengrabanlage Gustav J. J. Witt
Innen ist die Begrenzungsmauer um den Hof zur Aufnahme weiteren Gräber vorbereitet. Über 40 Schriftplatten sind in der Mauer vorhanden. Die meisten davon sind gegenwärtig unbeschriftet.(Ende Juni 2015)
Fundstellen zu
Gustav Johannes Julius Witt (*6.10.1854 Hamburg; †25.9.1928 Hamburg).
Die Größe der Grabanlage deutet an, dass Gustav J. J. Witt mehr als wohlhabend war. Dennoch ist es mühsam, etwas über ihn und seine Familie im WWW zu finden.

Laut gedbas.genealogy.net wurde er am 6.10.1854 in Hamburg geboren und er verstarb in Hamburg am 25.9.1928.

Er heiratete Melina Adelaide Ottilie Barwasser (*14.2.1859 Hamburg; † 17.3.1918 Hamburg). Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Bei der Geburt des letzten Kindes hatte die Mutter das 40. Lebensjahr bereits vollendet:

  • 15.6.1886 Melanie Gustava WITT
  • 4.8.1892 Gustavus Frederikus Cäsar WITT
  • 9.3.1894 Melanie Adelaide Ottilde WITT
  • 11.4.1895 Johann Cornelius WITT

In den Adress- und Telefonbüchern für den Bereich Hamburg stehen aus der Zeit kurz vor dem Ersten Weltkrieg Einträge wie:

  • Witt & Co.'s Handelsmaatschappij, Gustav J.J., Zweigniederlassung Hamburg,(Rotterdam 1892, Hamburg 1921, Antwerpen 1925), Pfeiler 7 Stiz a. Import, Dir.: Gustavus F. C. Witt, Rotterdam, für Hamburg H. Siemsn, J. heitmann, Dr. J. C. Witt, Gesamt-Prok. (für die Zweignoierderlassung Hambrg): W. Dietrich. Bk.-Kto.: Dtsche Bk. Fspr.: Roland 9203-9205. Telegr.: Guwico. Ktr.: Auf dem Sande 1.
  • Witt, Gustav J. J., Amerikanische Provisionen u. Producte, Auf dem Sande 1.
  • Witt, Gustav J. J., Kaufmann, (Wohnung) Mittelweg 16, Harv.

Unter www.rathausverein-wilser.de hat Karla Lammers unter Bezug auf das Steinburger Jahrbuch 1969 eine kurze Biografie veröffentlicht. Nicht nur demnach war Gustav J. J. Witt ein erfolgreicher auch international tätiger angesehener Hamburger Kaufmann: Ein Im- und Exportgeschäft großen Stils mit Niederlassungen in Rotterdam, Kopenhagen und Berlin sowie ein Bankgeschäft waren Zeugen wirtschaftlicher Tüchtigkeit. Ansehen und Vertrauen seiner Mitbürger fanden ihren Niederschlag in Ehrenämtern der Hansestadt Hamburg..

Das Geschäft kam nach dem Ersten Weltkrieg wieder in Fahrt. 1920 übergab Gustav J. J. Witt es an seinen Sohn Gustavus. Er selbst bechäftigte sich anschließend mit Familien- und Heimatforschung. Sein Sohn Gustavus übereignete am 10.10.1967 die umfangreiche väterliche Bibliothek der Stadt Wilster (Bibiothek „Witt-Warstedte”, Adresse: Altes Rathaus, Op de Göten, 25554 Wilster. Präsenzbibliothek. Benutzung nach Vereinbarung, d.h. Anmeldung ist erforderlich ).


Auch in der gedruckten Literatur ist Gustav J. J. Witt zu finden: Wilhelm Jensen und Gustav Johannes Julius Witt: Die Witt-Warstede: Nach den hinterlassenen Aufzeichnungen von Gustav J.J. Witt hrsg. u. ergänzt von Wilhelm Jensen, Glückstadt 1935.


Letztes Upload: 06.07.2017 um 15:52:17