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Ohlsdorfer Friedhof • Nordteich und Stiller Weg:
Familiengrab Kirsten/Fontenay (Z11,36-46)

Das Familiengrab Weber Das Familiengrab Syndicus Dr. Carl Leo
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familiengrab Kirsten/Fontenay (25.7.2016)Bereits vom Familiengrab Weber aus ist die seltsame Grabwand der Familie Kirsten/Fontenay mit dem hellen Namensstein zu erblicken. Auch die steinerne Urne auf dem runden Sockel vor der Grabwand gehört zum Familiengrab dazu.

Sockel und Urne sind insgesamt 1,60 m hoch. Sie werden auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts datiert. Der höchste Teil der Grabwand erreicht eine Höhe von 2,60 m. Sie soll 1925 hier aufgestellt worden sein.[202, Katalognr. 123]

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familiengrab Kirsten/Fontenay (25.7.2016) Bild: Friedhof Ohlsdorf, Familiengrab Kirsten/Fontenay (25.7.2016)
Der runde Sockel trägt auf der Vorderseite und auf der Rückseite ähnlich gestaltete Inschriften. Auf dieser Seite lautete der Text:

Johan̄ Friederich
Lorentz Kirsten
und seine
Familie

Der Überstrich beim n̄ in „Johan̄” soll das n doppeln. Der Vorname ist demnach als „Johann” zu lesen.

Die beiden seitlichen Wangen der Grabwand sind beschriftet. Das Foto zeigt die Wange hinter dem runden Sockel.

Hier fällt der Namen Fontenay besonders auf:
John Fontenay geb. 1770 gest. 7.3.1835
Anna Catharina Fontenay verw. Kirsten geb. Baltheimer geb. 21.4.1770 gest. 6.8.1839

An den Schiffsmakler, Reeder und Kaufmann John Fontenay erinnern einige Straßennamen in Hamburg-Rotherbaum: Fontenay, Fontenay-Allee, Klein Fontenay. Der Bereich dieser Straßen ist noch heute unter dem Namen „Fontenay” ein Begriff.

Über die Familien Fontenay und Kirsten wird ausführlich in der deutsche Wikipedia unter den Suchbegriffen „John Fontenay” und „A. Kirsten” berichtet. Bezüglich des Grabmals steht dort leider wenig konkret:

Nach John Fontenays Tod 1835 erwarb seine Witwe eine Gruft auf dem Begräbnisplatz der St. Michaeliskirche vor dem Dammtor. ... Diese stadtnahen Begräbnisplätze wurden 1879 für Beerdigungen geschlossen. Daraufhin erwarb die Familie eine Grabstätte auf dem Ohlsdorfer Friedhof (Planquadrat Z 11). ... Der Mittelteil des ursprünglichen Grabmals und alle sterbliche Überreste der Familie wurden vom Begräbnisplatz St. Michaelis nach Ohlsdorf verbracht.[Abruf 24.7.2016]

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Namensstein auf dem Familiengrab Kirsten/Fontenay (25.7.2016)
Der zweite Eintrag auf der weiter oben abfotografierten Grabmalwange betrifft Heinrich Friedrich Kirsten (*5.8.1842; †26.12.1924). Vermutlich hierzu passend ist der helle Namensstein mit „H. F. Kirsten's Familien-Grab 1866” beschriftet. Der Giebel ist mit zwei sich kreuzenden Palmwedel dekoriert.

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Letztes Upload: 04.02.2017 um 07:37:29