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Innen am Zaun um den
Friedhof Ohlsdorf herum

Auswahl-
seite Ohlsdorf

Außen um den Friedhof Ohlsdorf herum:
Fußgängereingang Ohlsdorf

Das alte Krematorium in der Alsterdorfer Straße Der Fußgängereingang am Krematorium
Bild: Fußgängereingang Ohlsdorf (27.4.2002)
Man kommt zum Fußgängereingang Ohlsdorf des Ohlsdorfer Friedhofs, wenn man vom Bahnhof Ohlsdorf kommend exakt geradeaus geht. Das Häuschen am Eingang ist ein umgebautes Toilettenhäuschen. Es beherbergt jetzt zusätzlich ein kleines Informationszentrum.
Bild: WC beim Fußgängereingang Ohlsdorf (27.4.2002) Bild: WC beim Fußgängereingang Ohlsdorf (23.10.2012)
Auch das öffentlich WC ist noch im Gebäude vorhanden. Sein Inneres ist absolut sehenswert!

Bild: Kartenskizze Haupteingang des Ohlsdorfer Friedhofs Bild: Bahnhof Ohlsdorf (27.4.2002)
Kartenskizze links: Unmittelbar am Fußgängereingang haben die beiden Buslinien, die den Ohlsdorfer Friedhof befahren, ihre Endhaltestelle

Foto rechts: Das Bahnhofsgebäude des Architekten Eugen Göbel ist im Villen- bzw. Landhausstil gebaut und stammt aus dem Jahre 1906. Es machte damals einen deutlich freundlicheren Eindruck, denn die seitlichen Anbauten waren größer und hatten Dächer mit Dachziegeln- passend zum Hauptgebäude. 1906 wurde das Hauptgebäude von einem Uhrturm auf dem Dach gekrönt.

Erst in den 1920ern wurde der viertürige Vorbau am Eingang errichtet. In der Halle, die sich unmittelbar hinter dem gezeigten Eingang befindet, wurden früher Fahrkarten verkauft. Besonders reizvoll war hier ein Schaukasten mit dem Modell einer Dampflokomotive Baureihe 24 "Steppenpferd". Nach Einwurf eines Groschens wurde das Modell beleuchtet und das Triebwerk drehte sich. Ich meine, der Schaukasten steht jetzt im Museum für Hamburgische Geschichte.

In den seitlichen Anbauten, die auf dem Bild zu erkennen sind, waren früher Dienst- und Sozialräume und öffentliche Toiletten untergebracht. Die freiliegende Balkendecke der Halle ist noch vorhanden und zu erkennen.

Hinter dem Bahnhofsgebäude verläuft ein rund 100 m langer und gut 10 m breiter Fußgängertunnel unter dem Bahndamm hindurch. Der Tunnel unterquerte bis zu 9 Gleise- so geht es aus einem Gleisplan von 1914 hervor. Die Gleise lagen nicht unmittelbar nebeneinander, denn südlich des Tunnels waren drei Bahnsteige. Nördlich des Tunnels erstrecken sich Abstellgleise- sowohl für die S-Bahn als auch für die U-Bahn.

Die gesamte Bahnhofsanlage ist ein Kuriosum- kein Wunder, denn sie wurde mehrfach umgebaut. So kommt es, dass sich die Fahrgäste der S-Bahn durch einen engen Treppenschaft zwischen Bahnsteig und Tunnel drängen, während die Fahrgäste der U-Bahn eine herrlich breiten Treppe benutzen können. Das öffentliche WC im Bahnhofsgebäude wurde geschlossen, denn der Betrieb eines öffentlichen WCs ist Aufgabe der Stadtverwaltung, aber nicht Aufgabe der Bahnbetreiber. Im Fußgängertunnel haben sich verschiedene Geschäfte niedergelassen- man kann mit gutem Gewissen behaupten, dass dieser Tunnel das wahre Zentrum von Ohlsdorf ist!  i Bahnhof Ohlsdorf (detaillierter)

Ab dem 13.8.1880 fuhr die Pferdebahn zwischen der Innenstadt und Ohlsdorf. Ab dem 13.8.1896 bis zum 30.5.1965 fuhr die elektrische Straßenbahn nach Ohlsdorf. Ein Überbleibsel der elektrischen Straßenbahn findet man am Haus Fuhlsbüttler Straße 775 zwischen diesem Fußgängereingang und dem Fußgängereingang am Krematorium auf der dem Friedhof gegenüberliegenden Seite. Es handelt sich um eine prächtige Wandrosette. An ihr war früher die Fahrleitung befestigt.  i Straßenbahnlinienchronik, dort Linien 6 und 28


Letztes Upload: 12.04.2017 um 12:54:10