Home

Bierwagen

Kesselwagen diverser Hersteller

Zurück zur Vorschau

Fredriks Modelleisenbahn:
Druckgaskesselwagen

Bild: Druckgaskesselwagen von Arnold
Das vermutliche Baujahr des Originals ist um 1961. Das Modell habe ich als Gebrauchtware im März 2002 gekauft. In Europa werden Druckgaskesselwagen durch ein umlaufendes orangefarbenes Band von etwa 30 cm Höhe in der Mitte des Kessels gekennzeichnet.
Bild: Gaswagen der DRG von Minitrix
Bereits die Deutsche Reichsbahn (DRG) hatte 1932 Druckgas transportiert. Das Modell von Minitrix habe ich am 24.Mai 2004 erworben. Die beiden folgenden Bilder zeigen Details von diesem Supermodell.
Bild: Gaswagen der DRG von Minitrix
Bild: Gaswagen der DRG von MinitrixTatsächlich dürfte das Original dieses Gasbehälterwagens bereits um 1900 gebaut worden sein. Damals benötigten die Bahnen Druckgas für den Eigenbedarf- und zwar für die Innenbeleuchtung der Personenwagen.
Der Ingenieur Julius Pintsch erfand 1867 das Fettgas (auch Ölgas genannt). Dies Gas wird aus flüssigen Fetten, aus Petroleumrückständen, aus Paraffinöl oder aus Teerölen (fallen bei der Vergasung von Braunkohle an) gewonnen. Fettgas lässt sich hochkomprimiert transportieren, so dass die Gasbehälter an den Wagen klein gehalten werden konnten und trotzdem eine Beleuchtungsdauer von 30 bis 40 Stunden ermöglichten. Ab 1870 wurde die Fettgasbeleuchtung in den Personenwagons eingeführt.

Für den Transport des Gases zu den Bahnhöfen, die keine eigenen Fettgaserzeugungsanlagen hatten, dienten die Gaswagen. Erbaut wurden sie von der Julius Pintsch AG in Berlin-Fürstenwalde und sahen um 1900 genauso aus wie der DRG-Gasbehälterwagen.

Später wurde das Azetylen-Gas eingeführt. Ab 1900 wurde es dem Fettgas beigemischt. Die Leuchtstärke der Gasbrenner erhöhte sich dadurch auf das 15-fache.

Ab 1909 konnte man auf die Beimischung von Azetylen verzichten und wieder reines Fettgas verwenden, denn statt Gasbrenner konnten jetzt Glühstrümpfe zur Beleuchtung in den Personenwagen verwendet werden.

Die Gasbeleuchtung der Personenwagen stellte ein beträchtliches Gefährdungspotenzial dar. Wurde bei Unfällen der mitgeführte Gasbehälter beschädigt, reichte bereits ein Funke zur Entzündung des Gases — schon brannte der Wagen lichterloh.

Letztes Upload: 10.11.2019 um 16:57:32