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ET4 und B103 der Salzburger Lokalbahn
von Arnold

E-Lok BR 112
von Minitrix

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Fredriks Modelleisenbahn:
Triebwagen ET88 von Arnold

Bild: Modell des elektrischen Triebwagens ET88 01
Vorbild des Modells (Arnold 2930) ist der Triebwagen ET88 01 in einem Bauzustand ab 1932.
Im zweiachsigen Triebgestell des Vorbilds wird nur eine Achse angetrieben. Die angetrieben Räder haben einen größeren Durchmesser als die Laufräder. Beim Modell haben alle Räder des Fahrgestells den gleichen Durchmesser.
Bild: Modell des elektrischen Triebwagens ET88 01
Die Königlich-Preußische Eisenbahn-Verwaltung (KPEV) wollte die mit Dampflokomotiven betriebenen Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahnen auf elektrische Traktion umstellen. Deshalb erteilte sie 1913 den Entwicklungsauftrag für einen elektrischen Triebwagen. Er sollte in der Lage sein, mit unmotorisierten Stadtbahnpärchen (kurzgekuppelte dreiachsige preußische Abteilwagen) einen Zug zu bilden. Deshalb war er entsprechend kräftig zu motorisieren. Allerdings kam der Erste Weltkrieg dazwischen. Die beiden ersten Triebwagen konnten erst 1920 ausgeliefert werden. 1922 kamen zwei weitere Triebwagen hinzu.

Allerdings hatte man 1921 für die Elektrifizierung der Berliner Stadt-, Ring- und Vorortbahnen anders entschieden: Statt Wechselstrom aus der Fahrleitung sollte es Gleichstrom aus einer seitlichen Stromschiene werden. Die vier neuen Triebwagen kamen deshalb in Berlin nie zum Einsatz. Sie wurden in Schlesien von der Bahndirektion Breslau eingesetzt.

Im Frühjahr 1945 gelang es, drei der Triebwagen vor der heranrückenden Roten Armee zu retten. Sie gelangten in den Besitz der Deutschen Bundesbahn und wurden einige Jahre im süddeutschen Raum, vorwiegend um Regensburg, genutzt.

Quellenhinweis: Fahrzeuggeschichte und technische Daten laut deutscher Wikipedia, „DR-Baureihe ET 88”, abgerufen am 8.5.2014. Ergänzend verwendet: Arnold-Katalog 1982/83. Zwischen beiden Quellen gibt es leichte Widersprüche.

Bild: Modell des elektrischen Triebwagens ET88 01Das Modell ist mit Lichtwechsel in Fahrtrichtung ausgestattet. Die roten Schlusslichter des Originals wurden nur bei Solofahrt des Triebwagens eingeschaltet. Das Modell besitzt deshalb auf der Unterseite zwei Schalter zum Abschalten der Schlusslichter.

Der vertikale Vorbau zwischen den beiden Stirnfenstern ist ein Luftkanal zur Verbesserung der Motorenbelüftung. Er wurde um 1932 nachgerüstet. Es existiert ein auf 1940 datiertes Foto mit diesem Lufteinlass.


Der letzte ET88 war der ET 88 04. Es existiert ein Zeitschriftenfoto, das ihn und den Steuerwagen ES 88 01 am 4.8.1958 als Personalzug in Mannheim Rbf zeigt. Er wurde seinerzeit zwischen Mannheim Hbf und Mannheim Rbf als Personalzug eingesetzt.
Bild: Modellbahn: ET88 mit Beiwagen
Das Foto zeigt den ET88 mit einem fast passenden Beiwagen. Das Modell des Beiwagens stellt einen Abteilwagen 3.Klasse C4 der KPEV mit Bremserhaus dar. Solche Wagen liefen von 1895 bis 1922 im Schnellzugdienst Berlin – Trier. Später liefen sie in „beschleunigten Personenzügen”. In den 1930ern liefen sie im „Ruhr-Schnellverkehr” Dortmund – Wuppertal – Köln. Das Modell hatte bei Arnold die Bestellnummer 3391.
Preußische ET 1001 bis ET 1004 / DR-Baureihe ET 88
Nummerierung:KPEV ET 1001 bis ET 1004
DRG 1923: 507–510 Breslau
DRG ab 1932: elT 1007–1010
DRG ab 1940: ET 88 01–04
Anzahl:4
Hersteller:Linke-Hofmann-Werke in Breslau und Siemens-Schuckert in Berlin und Erlangen
Auslieferungen:2 Triebwagen 1920, 2 Triebwagen 1922
Ausmusterung:ab 1945
Bauart / Gattung:(A1)(1A) / C4
Länge über Puffer:17060 mm
Dienstmasse:61,5 t
Höchstgeschwindigkeit:65 km/h
Stundenleistung:360 kW aus 2 Fahrmotoren
Treibraddurchmesser:1200 mm
Laufraddurchmesser:1000 mm
Stromsystem:15 kV, 16 2/3 Hz aus Fahrleitung
Sitzplätze:68
Letztes Upload: 13.07.2019 um 06:06:02