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Leipzig 2012, 2013 und 2018:
Im Leipziger Hauptbahnhof

Bild: Leipziger Hauptbahnhof, westliche Eingangshalle
Foto oberhalb: Die westliche Eingangshalle des Leipziger Hauptbahnhofs um 7:15 am 26.5.2013. Es war ein Sonntag - an Wochentagen ist hier mehr Betrieb!>
Von 1909 bis 1915 wurde der Leipziger Hauptbahnhof erbaut. Im Dezember 1915 wurde er eingeweiht. Er ersetzte in Leipzig den Dresdner, den Magdeburger und den Thüringer Bahnhof.

Der Leipziger Hauptbahnhof war mit seinen 26 Gleisen der größte deutsche Bahnhof für den Personenverkehr. Es handelt sich um einen Kopfbahnhof.

Quer zu den damals 26 Gleisenden ist das Empfangsgebäude und die Wandelhalle (rechts, im historischen Text „Querhalle” genannt) angeordnet. Die Wandelhalle mit ihrem sogenannten Querbahnsteig ist 267 m lang. An ihren beiden Enden ist über eine Treppe zugänglich eine relativ kleine Halle angebaut. Über diese „Ausgangshallen” verließen die Reisenden früher den Bahnhof. Hier waren auch die Gepäckausgabeschalter untergebracht.

Die breite Front des Empfangsgebäudes wird durch zwei getrennte große Eingangshallen in drei Abschnitte gegliedert. Die linke bzw. westliche Eingangshalle beherbergte die sächsischen Fahrkartenschalter, die rechte bzw. östliche Eingangshalle die preußischen Fahrkartenschalter. Im 90 m breite Raum zwischen beiden Eingangshallen konnten die Reisenden ihr Gepäck aufgeben.

Von beiden Eingangshallen führt je eine breite Treppe nach oben zur Wandelhalle.

Die Trennung zwischen den Länderbahngesellschaften gibt es nicht mehr. Auch die Unterteilung in Eingangshallen und Ausgangshallen ist aufgehoben.

Historische Beschreibung des Hauptpersonenbahnhofs in Leipzig
[131, Stichwort: Empfangsgebäude]

... Er zerfällt in zwei gleiche Teile, in einen preußischen (links) und einen sächsischen (rechts). Jeder Teil hat seine besondere Eingangshalle mit beiderseitiger Fahrkartenausgabe und eine Handgepäckannahme. Die beiden Gepäckannahmen liegen zwischen den Eingangshallen unmittelbar nebeneinander. Darüber befinden sich die Hauptwartesäle mit Wirtschaftsbetrieb. Sie sind für beide Bahnhofsteile gemeinsam.

Der an der Frontwand gelegene Teil über der zu der Gepäckannahme gehörigen Querhalle ist wie in Hamburg erhöht; außerdem befinden sich an dem Kopfbahnsteig noch kleinere Warteräume ohne Wirtschaftsbetrieb, die Aborte, Räume für Auskunft, Fundsachen und Post und auf der sächsischen Seite die Fürstenräume mit besonderer Zugangstreppe. An beiden Enden des Kopfbahnsteigs sind die Ausgänge und zu ebener Erde die Gepäckausgaben angeordnet, die in eigenartiger Weise unter den Treppen hindurchgeführt sind. Auch an den beiden Längswänden der Bahnsteighalle liegen im Viadukt unter den Gleisen zahlreiche Räume, unter anderem ein Wartesaal für Auswanderer mit eigenen Schaltern, Untersuchungszimmer und Aborten. Am äußeren Ende der Bahnsteighalle befindet sich ein Personentunnel, der das Umsteigen erleichtert und an seinen beiden Enden Ausgänge besitzt.

Der Leipziger Hauptbahnhof wurde 1996/1997 umfassend modernisiert. Dabei wurde in und unterhalb seiner Querhalle ein dreigeschossiges Einkaufszentrum eingebaut. Die am östlichen Rand der Bahnsteighalle gelegenen Gleise 25 und 26 wurden entfernt. Der Platz wurde für ein Kfz-Parkhaus genutzt. Seitdem sind in der Bahnsteighalle parkende Autos zu sehen.

Eigentlich war geplant, auch Gleis 24 dem Kfz-Parkhaus zu opfern. Dann hätte der Bahnhof Dresden nur noch 23 Gleise gehabt. Den Fernzüge im Frankfurter Hauptbahnhof stehen die Gleise 1 bis 24 und zusätzlich Gleis 1a zur Verfügung...

Außerdem sehen in einer genutzten Bahnsteighalle parkende Autos wirklich unmöglich aus!

Damit man das Parkdeck von den weiterhin genutzten Bahnsteigen aus möglichst nicht sehen kann, ließ man das Gleis 24 bestehen und stellte einige historische Schienenfahrzeuge darauf. Es sind eine Dampflok der Baureihe 52, der „Schnellverbrennungstriebwagen”SVT137 225 a/b der Bauart Hamburg und drei elektrische Streckenlokomotiven: E04 01, E44 046 und E94 056.Stand April 2018

Offiziell war der Umbau des Empfangsgebäudes mit der Neueröffnung am 12.11.1997 abgeschlossen. Gleis 24 wird als Traditionsgleis bzw. als Museumsgleis bezeichnet.

Bild: Leipziger Hauptbahnhof, Büste Gustav Harkort
GUSTAV
HARKORT
1795-1865

INDUSTRIELLER UND
BANKIER
1. VORSITZENDER
DER
LEIPZIG - DRESDNER
EISENBAHN-COMPAGNIE
Bild: Leipziger Hauptbahnhof, Büste Friedrich List
FRIEDRICH
LIST
1789-1846

VORDENKER DER
EUROPÄISCHEN
FREIHEIT
INITIATOR DER
LEIPZIG DRESDNER
EISENBAHN
Am westlichen Ende der Wandelhalle sind links und rechts der Treppe zur ehemaligen Ausgangshalle zwei Büsten auf Granitsockeln aufgestellt. Artur Fürst[101, Seite 95] schrieb hierzu:
Zwei Gestalten insbesondere sind es, die aus der damaligen Zeit bis heute hinüberleuchten. Friedrich Harkort und Friedrich List. Sie sind die Begründer der deutschen Eisenbahnen.

Der von Artur Fürst gelobte Friedrich Harkort (*22.2.1793 in Westerbauer; †6.3.1880 in Hombruch) war ein Bruder des Gustav Harkort (*3.3.1795 in Westerbauer; †29.8.1865 in Leipzig).


Die Büste Harkorts wurde 1878 von Eduard Lürssen für ein von der Leipzig - Dresdner Eisenbahngesellschaft finanziertes Denkmal geschaffen. Das Denkmal stand von 1887 bis 1910 in der Grünanlage um den Schwanenteich.

Die Büste Lists schuf 1927 A. Lehnert (1862-1948). Die bereits vorhandene Harkort-Büste und die neue List-Büste schmückten ab 1927 das neue List-Harkort-Denkmal. Es stand ebenfalls in der Grünanlage um den Schwanenteich. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Denkmal zerstört. Die Büsten konnten gerettet und eingelagert werden.

Seit dem 17.06.1999 werden beide Büsten auf neuen Sockeln an ihrem Standort im Leipziger Hauptbahnhof ausgestellt.

Bild: Wandelhalle Leipziger Hauptbahnhof
Die Gleisebene der Wandelhalle wird von einem gewölbten Glasdach mit Tageslicht versorgt. Nach links zu den Bahnsteigen hin wird die das Dach der Wandelhalle von sechs mächtigen in Stahlbeton ausgeführte Torbögen getragen.

Unterhalb der Gleisebene sind zwei weitere Ebenen zugänglich. Das zyanblaue Reklameschild mit der Aufschrift „Promenaden Hauptbahnhof Leipzig” weist den Weg.

Die Wandelhalle ist 267 m lang, 33 m breit und 27 m hoch. Der gemeinsame Teiler ergibt die Glückszahl 3.

Bild: Wandelhalle und Bahnsteigenden Leipziger Hauptbahnhof
Jenseits der Torbögen ist die filigran erscheinende Stahlkonstruktion der Bahnsteigdächer zu bewundern. Passend zu jedem der sechs Torbögen sind es 6 Schiffe von je 200 m Länge und 20 m Scheitelhöhe. Jedes dieser Schiff überdeckt vier Gleise. Vier der sechs Schiffe haben 45 m Stützweite. Zwei der sechs Schiffe haben 42,50 m Stützweite.

Da fallen die beiden kleineren Seitenschiffe kaum auf. Sie haben 15 m Stützweite und überdecken jeweils zwei Gleise.

Bild: Bahnsteigenden Leipziger Hauptbahnhof
Bahnsteigende Leipziger Hauptbahnhof am 1.10.2012 um 9:23: Für das noch leere Gleis 6 ist zu um 9:25 die Abfahrt der S-Bahn nach Halle(Saale) angekündigt. Der rote Regionalbahnzug mit seinen Doppelstockwagen auf Gleis 7 soll um 9:47 nach Weißenfels fahren.
Letztes Upload: 21.07.2018 um 09:53:59