Die Alsterschifffahrt in Hamburg:
Das nicht realisiertes Projekt „USO 2000” Unbekanntes Schiffs-Objekt für das Jahr 2000

USO 2000
Dieses Schiff wurde bisher nur gezeichnet und geplant, aber nicht gebaut.

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Konstruktion des inzwischen verstorbenen Schiffskonstrukteurs Edgar Opitz aus Hamburg. Das Schiff wurde am 5. Mai 1979 patentiert und als Modell in der Hamburgischen Schiffsbauversuchsanstalt getestet. Das runde Schiff hätte einen Durchmesser von 16,4 m bei einem Tiefgang von 1,5  m gehabt. Es sollte 154 Passagiere befördern. Mit diesen Maßen hätte es auf der Binnen- und Außenalster, sowie auch auf dem Osterbekkanal bis zur Alsterwerft und bis zur Saarlandstraße verkehren können.

Das Schiff sollte 2½ Decks erhalten. Im unteren Deck sollten WC, Waschräume, Garderobe, Maschinenraum, Treibstofftank, Wassertank, Fäkalientank und Lagerräume für Proviant untergebracht werden. Bei Bedarf hätte der Schiffsboden auch aus durchsichtigem Material hergestellt werden können, was bei der Alster wohl nicht zum Tragen gekommen wäre. Im Eingangsdeck wären an den Fenstern einige Tische mit Stühlen untergebracht worden. Von hier würden Treppen zum oberen und unteren Deck abgehen.

Im oberen Deck wären außer der Pantry die meisten Fenstersitzplätze an Tischen eingebaut worden. Hier wäre der Steuerstand für den Schiffsführer gewesen. Die USO 2000, zu Deutsch „Unbekanntes Schiffs-Objekt für das Jahr 2000” sollte sich bei seinen Fahrten ständig drehen, wobei ein „Schottel-Antrieb”[1] eingebaut werden sollte. Wegen des finanziellen Risikos, das Schiff hätte 3 bis 4 Millionen DM gekostet, wurde das Projekt zunächst zurückgestellt.
[40]

Fußnoten
Das Anklicken der Fußnotennummer führt in den Text zurück.
  • Der zitierte Text in der obigen Infobox[40] hat den Stand vom 17.7.2001. Das kreisrunde Schiff war so bemessen, dass es unter der Lombardsbrücke, der Bachstraßenbrücke, der Mühlenkampbrücke und der Straßenbrücke über den Langen Zug hindurchfahren könnte. Somit ließe sich das Schiff nur auf Außen- und Binnenalster sowie im Osterbekkanal zwischen Außenalster und Saarlandstraße einsetzen.

    Mir liegen jedoch keine Informationen darüber vor, wie das Schiff von der Bauwerft in die Alster gelangt wäre.

    In der mir vorliegenden gedruckten Literatur über die Alsterschifffahrt taucht dies nicht realisierte Projekt lediglich an einer einzige Stelle auf ― in der obere Hälfte der Seite 125 in dem Buch Wolfgang Reimer: Die Hamburger Alsterdampfer, Hamburg 1984.

  • [1] Das Schiff sollte an an beiden Seiten jeweils einen Schottel-Ruderpropeller erhalten. Ein Schottel-Ruderpropeller ist eine um 360° schwenkbare Antriebsgondel. Somit wäre ein normales Steuerruder nicht erforderlich.[Wikipedia, Abruf 9.4.2022]Da zwei dieser Ruderpropeller vorgesehen waren, könnte sich das projektierte Schiff sowohl auf der Stelle als auch während der Fahrt drehen.
Letztes Upload: 10.04.2022 um 11:18:04 • Impressum und Datenschutzerklärung