Die Ringlinie der Hamburger Hochbahn:
Berliner Tor

U-Bahn Berliner Tor in Melhop: Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1895 bis 1920. Mit Nachträgen bis 1923/24
Berliner Tor: In den 1670ern wurden die Stadtbefestigungen im östlichen Vorfeld durch das „Neue Werk” verstärkt. Dies war ein Wall, der von der Alster bis zur Bille reichte. Durch eines seiner Tore führte die Straße nach Berlin.
Bild: Wallstraße, Blick auf die Trassen am 2.6.2006
Wallstraße, Blick auf die Trassen am 2.6.2006
Die Brücke im Verlauf der Wallstraße bietet einen Blick auf die Trassen dreier Bahnlinien. Von links nach rechts: Geduldige Fotografen warten mit dem Knipsen bis mindestens 4 Züge im Sucher zu sehen sind! Ich war am 2.6.2006 nicht geduldig.
Bild: Berlinertordamm, Blick auf die Trassen im Dezember 2007
Berlinertordamm, Blick auf die Trassen im Dezember 2007
Wie Fotos doch täuschen können! Bei diesem Blick von der Brücke Berlinertordamm beherrscht scheinbar eine massive graue Mauer das Bild. Tatsächlich handelt es sich um viele Betonsäulen. Sie gehören zur Überdachung der viergleisigen Abstellanlage Berliner Tor für U-Bahn-Wagen. Zwischen der Trasse der S-Bahn — roter Zug rechts im Bild — und der Säulenreihe verläuft leicht erhöht das Richtungsgleis der U-Bahn zur Haltestelle Lübecker Straße.

Die urspüngliche Haltestelle Berliner Tor befand sich dort, wo jetzt die Abstellanlage ist.

Über der Abstellanlage für U-Bahn-Wagen ist eine weitere Abstellanlage eingerichtet. Sie wird von PKWs benutzt.

Bild: Berlinertordamm, Blick auf die Trasse der U-Bahn bei Bauarbeiten
Berlinertordamm, Blick auf die Trasse der U-Bahn bei Bauarbeiten
Die Foto ist am 24.5.2011 vom Berlinertordamm aus aufgenommen worden. Der Bagger steht auf dem Richtungsgleis von Berliner Tor nach Lübecker Straße. Die Arbeitslokomotive und die Lore stehen auf dem Gegengleis. An der U-Bahn-Trasse neben den Betonsäulen wurde im Rahmen des Projektes „Ostring” gebaut: Vom 9.5.2011 bis zum 3,10.20111 war die ehemalige Ringstrecke zwischen Mundsburg und Berliner Tor wegen Sanierung gesperrt für den Fahrgastverkehr gesperrt.
Bild: Hamburger Hochbahn, Streckenzentrale Berliner TorDie Station Berliner Tor hieß anfänglich Berlinertor.

Dies Foto zeigt das Gebäude der Streckenzentrale der Hochbahn am 25.3.2003 von der Straße Bürgerweide aus gesehen.

Das folgende Foto Bild zeigt einen der typischen Eingänge zum U-Bahnhof Berliner Tor in der Straße „Beim Strohhause”.

Bild: Ein typischer Eingang zur U-Bahn-Station Berliner Tor der Hamburger Hochbahn am 12.4.2009
Ein typischer Eingang zur U-Bahn-Station Berliner Tor der Hamburger Hochbahn am 12.4.2009
Zwischen Berliner Tor und Hauptbahnhof befand sich für die ursprünglich geplante Haltestelle „Lindenplatz” ein im Rohbau fertiggestellter einseitiger Bahnsteig am Richtungsgleis von Berliner Tor zum Hauptbahnhof. Dieser Bahnsteig wurde vermutlich beim Bau der U-Bahnstrecke nach Billstedt entfernt.

Die heutige viergleisige unterirdische Tunnelstation Berliner Tor wurde im Zuge des Baus der U-Bahnstrecke Stellingen – Billstedt von Mitte 1962 an neu erbaut. Dabei wurde die alte zweigleisige Haltestelle Berliner Tor — sie lag im Einschnitt zwischen der Westphalenstraße und der S-Bahn-Trasse — mitsamt ihrem Zugangsgebäude abgerissen. Am 10.5.1964 wurde der nördliche Bahnsteig der neuen Station Berliner Tor für die Ringlinie in Betrieb genommen. Anschließend begann der Bau des südlichen Bahnsteigs. Im Herbst 1966 wurde das südliche Gleis des südlichen Bahnsteigs in Betrieb genommen. Erst mit Eröffnung der Strecke zwischen Berliner Tor und Horner Rennbahn am 2.1.1967 gingen alle waren alle vier Gleise in Betrieb.


Bild: Berliner Tor, Blick von der Zugangsgalerie Westseite (Eingang Lindenplatz/Hammerbrookstraße) in die Bahnsteighalle am 11.12.2019
Berliner Tor, Blick von der Zugangsgalerie Westseite (Eingang Lindenplatz/Hammerbrookstraße) in die Bahnsteighalle am 11.12.2019
In der viergleisigen U-Bahn-Station Berliner Tor treffen sich seit Eröffnung der Linie U4 am 28.11.2012 die U-Bahnlinien U2, U3 und U4. Dies Handyfoto vom 11.12.2019 zeigt im Hintergrund einen DT5 der Linie U3 in Richtung Hauptbahnhof Süd, einen DT4 der Linie U2 oder U4 in Richtung Hauptbahnhof Nord und dessen leeres Gegengleis in Richtung Burgstraße ohne Zug. Das sogenannte „Schachbrettmuster” markiert den für Kinderwagen und Rollstühle zu bevorzugenden Einstiegsbereich.

Ab Frühjahr 2006 fand in der Haltestelle Berliner Tor das „Neue Umsteigen” statt. So nannte die HHA den ersten Teil des Linientausches zwischen den Linien U2 und U3. 2006 war der Linientausch nur zur Hälfte realisiert, so dass die Fahrgäste für ihre Fahrt in die City und ihre Fahrt zurück genau ein einziges Mal umsteigen mussten — haben Sie verstanden, was gemeint ist? Vielleicht hilft der Inhalt des folgenden Kastens weiter!

Die U-Bahn-Haltestelle Berliner Tor wurde umgebaut, um die östlichen Linienäste der U2 und U3 zu tauschen. Nach dem Umbau können auf der Strecke nach Mümmelmannsberg 8-Wagen-Züge eingesetzt werden. Das war vor dem Umbau wegen der kurzen Bahnsteige der U3 auf dem Ring nicht möglich.

Die vor dem Umbau aus Barmbek kommenden Züge sollten nach dem Umbau auf die klassische Ringstrecke wechseln und über Landungsbrücken wieder nach Barmbek fahren.

Während des Umbaus wechselten die Züge seit Anfang 2006 nur in der Fahrtrichtung aus der City heraus westlich von Berliner Tor die Gleise und somit die Linien. In der Gegenrichtung waren die Umbauarbeiten noch nicht vollzogen. Dadurch ergab sich für den Betrieb ein komplizierter Zugumlauf und für die Fahrgäste eine unlogisch erscheinende Umsteigesituation im Bahnhof Berliner Tor.

Den Grund für dies wohl einmalige Verfahren steht hinter diesem Link: Zeittafel Nahverkehr, Oktober 2002. Wie es während der Bauzeit ab 2006 funktionierte, wird in der gleichen Zeittafel anschaulich unter 2006 beschrieben.

Letztes Upload: 03.12.2021 um 13:40:41 • Impressum und Datenschutzerklärung