Auf dieser Website steht die kürzere Form. Ähnliches gilt für die anderen Typenbezeichnungen wie DT1, DT2, DT3, DT4 und TU1.
![]() TU2-Museumswagen am 21.2.2010 in Ohlstedt |
Bei dieser Modernisierung erhielten die Wagen neue Aufbauten: Das Holzgerippe wurde erneuert und mit 0,8 mm dünnem Blech aus nichtrostendem Stahl beplankt. Zum Vergleich: Beim T-Wagen war das Beplankungsblech 2 mm dick gewesen. Der Fahrerplatz verlief nun über die gesamte Wagenbreite und der Fahrer erhielt einen Sitzplatz. Die alten T-Wagen hatten ein Gewicht von rund 25 Tonnen. Der Umbau in einen TU2-Wagen brachte eine Gewichtsersparnis von 700 kg und somit einen etwas geringeren Fahrstromverbrauch.
Auch die Fahrgäste erhielten neue Sitze. Es waren Schalensitzbänke aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Man achtete dabei auf bunte Farben: entweder grau und blau oder grau und dunkelrot.
Bald hatten die Fahrzeuge den Spitznamen „Silberling” erhalten.
Schild im Führerstand bei der Auslieferung des 100. TU2: |
---|
Hundert dieser Silberwagen überholten wir in 284 Arbeitstagen. Rostfreier Stahl dient als Außenhaut und innen wurde Kunststoff eingebaut. Der Anstrich fehlt so gut wie ganz, sein Rum ist der natürliche Glanz. HHA Hauptwerkstatt Falkenried |
Mit dem Umbau sollten Wartungskosten gespart werden. Aber bereits ab dem 31.12.1970 fuhr kein TU2 mehr im Fahrgastbetrieb. Ob sich der Umbau wirklich gerechnet hat? Pro Wagen hat er 70000 DM gekostet. Neue Wagen hätten das Dreifache gekostet.[99,Heft 4/1960]
Die T-, TU1- und TU2-Wagen wurden ab 1963 bis Ende 1970 aus dem Fahrgastbetrieb genommen. Die Tabelle zeigt die Anzahl der betriebsfähigen Fahrzeuge:[5,Seite 96]
T | TU1 | TU2 | Bemerkung | |
---|---|---|---|---|
August 1969 | 28 | 108 | 99 | In den Jahren 1959 bis 1961 wurden 102 T-Wagen der 9. bis 13. Lieferung zu Silberlingen (TU2) umgebaut:
|
Ende Februar 1970 | 18 | 28 | 67 | |
April 1970 | 4 | 8 | 67 | |
Ende Mai 1970 | 0 | 0 | 60 | |
Oktober 1970 | 0 | 0 | 8 | |
30.Dezember 1970 (letzter Betriebstag TU2) | 0 | 0 | 4 |
![]() | Am 21.2.2010 fährt der Museumszug mit dem TU2-Museumswagen in die Haltestelle Barmbek ein. Links und rechts neben der Fahrtzielanzeige sind die Lüftungsschlitze für den Fahrgastraum angeordnet. Die Anordnung der Stirnlampen lässt den Wagen optisch breiter erscheinen. |
![]() Blick auf das Fahrpult. Einer der beiden runden Knöpfe betätigt die Türschließanlagen, der andere die Wagenpfeife. Rechts am Fenster wurden ab dem 18.2.1968 im TU1 und TU2 die Linienbezeichnungen angezeigt. |
![]() | So sieht es im Innenraum aus. Der TU2-Museumswagen hat graue und blaue Sitzschalen erhalten. Auch Aschbecher sind vorhanden. |
![]() |