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Liniengrafik U2

Liniengrafik U4

U2U4: Hammer Kirche

U2U4: Horner Rennbahn

Die U-Bahn Linien U2 und U4 der Hamburger Hochbahn:
Rauhes Haus

Als Architekt der U-Bahn-Haltestelle Rauhes Haus wird Günther Palatzky genannt.[8. Seite 75]

Die U-Bahn-Haltestelle Rauhes Haus wurde im Rahmen der Streckeneröffung Berliner Tor – Horner Rennbahn am 2.1.1967 in Betrieb genommen.

Der Name der Haltestelle erinnert an das 1833 gegründete Kinder-, Jugend- und Pflegeheim mit angeschlossenen Ausbildungseinrichtungen in der Nachbarschaft. Karl Sieveking (*1.11.1787 Hamburg; †30.6.1847 Hamburg) übergab Johann Hinrich Wichern (*21.4.1808 Hamburg; †7.4.1881 Hamburg) eine Bauernkate mitsamt Grundstück. Die Bauernkarte hieß „Ruges Haus”. Der Volksmund machte daraus das „Rauhe Haus” Johann Hinrich Wichern gründete dort 1833 zusammen mit Hamburger Bürgern die Einrichtung zur Rettung verwahrloster und schwer erziehbarer Kinder.
Wie auch die Nachbarhaltestelle Hammer Kirche, liegt auch diese Haltestelle an einem Geestrücken. Dieser Geestrücken zieht sich ostwärts bis Lauenburg hin. In diesem Bereich erhebt er sich knapp nördlich der Hammer- und Horner Landstraße. Sein Hang wird von der gläserne Halle der Haltestelle Rauhes Haus markiert.

Nur die Südfront der Halle ist voll verglast. Die Nordseite ist eine geschlossene weiß geflieste Mauern mit einem schmalen Fensterstreifen aus Glasbausteinen. Die Halle hat oberirdische Zugangshallen an ihren beiden Enden. Die östliche Zugangshalle ist größer als die westliche. Vom Hang her sind die Zugangshallen ebenerdig erreichbar, von der Straße her sind sie über Treppen erreichbar. Eine Brücke führt parallel zur Güterumgehungsbahn über die Hammer Landstraße hinweg.

Vom Umbaubeginn am 22.9.2014 bis zur Barrierefreiheit per 10.12.2015 hat es etwas über ein Jahr gedauert. Hier sind die ersten zwei U-Bahn-Fahrstühle in Hamburg eingebaut worden, die ohne Fahrausweis benutzt werden dürfen sofern man den Bahnsteig nicht betritt. In der seinerzeitigen Pressemitteilung der HHA vom 9.12.2015 steht dazu wortwörtlich:

Die beiden Aufzüge können außerdem künftig nicht nur von Fahrgästen genutzt werden, sondern ― als einzige Ausnahme in Hamburg ― kostenfrei (ohne Fahr- oder Bahnsteigkarte) auch von Passanten, die das in diesem Stadtteil starke Gefälle über den Aufzug barrierefrei überwinden möchten.

Mit der Barrierefreiheit wurde ein zusätzlicher Eingang freigegeben. Dadurch ist seitdem der Seitenbahnsteig für Abfahrten nach Osten von der Hammmer Landstraße aus ebenerdig erreichbar. Neben diesem Zugang fährt der Außenfahrstuhl nach oben in die östliche Zugangshalle. Ein weiterer Außenfahrstuhl erreicht von dieser Halle den Seitenbahnsteig für die Gegenfahrtrichtung.

Noch bis September 1968 verkehrte auf der Hammer Landstraße die Straßenbahnlinie 1 auf ihrem Weg zwischen Billstedt und Lurup. Die Einstellung der Linie 1 erfolgte anlässlich der Eröffnung der U-Bahnstrecke nach Billstedt zum 29.9.1968. Gegenüber der Haltestelle Rauhes Haus bestand bereits seit 1957 die Wendeschleife „Hamm, Schurzallee-Nord” als Endstation der Straßenbahnlinie 15. Die Linie 15 km kam damals von Altona über Eppendorf. Ihre östliche Endhaltestelle war bereits per 2.1.1967 zurück zur U-Bahn-Haltestelle Burgstraße verlegt worden. Somit endete per 29.9.1968 die Notwendigkeit, den Straßenbahnbetriebshof Horn weiterhin für Straßenbahnen zu nutzen.



Haltestellendurchgang Bahnsteig – Zugänge – Bahnsteig
Bild: U-Bahn Rauhes Haus, Bahnsteighalle
Keine Stützen behindern den Blick durch die Bahnsteighalle der U-Bahn-Haltestelle Rauhes Haus in Richtung Osten auf die über den Gleisen scheinbar schwebende ehemalige Abfertigungskanzel
Bild: U-Bahn Rauhes Haus: Am westlichen Ende der Bahnsteighalle ist keine Abfertigungskanzel vorhanden
U-Bahn Rauhes Haus: Am westlichen Ende der Bahnsteighalle ist keine Abfertigungskanzel vorhanden
Bild: U-Bahn Rauhes Haus: Der Automatenblock im westlichen Zugangsgebäudes von außen gesehen
U-Bahn Rauhes Haus: Der Automatenblock im westlichen Zugangsgebäudes von außen gesehen
Bild: U-Bahn Rauhes Haus: Blick vom westlichen Zugang auf den Seitenbahnsteig für die Fahrtrichtung ostwärts in Richtung Billstedt
U-Bahn Rauhes Haus: Blick vom westlichen Zugang auf den Seitenbahnsteig für die Fahrtrichtung ostwärts in Richtung Billstedt
Bild: U-Bahn Rauhes Haus: Die Bäume behindern den Blick von der Hammer Landstraße auf die lange Bahnsteighalle
U-Bahn Rauhes Haus: Die Bäume behindern den Blick von der Hammer Landstraße auf die lange Bahnsteighalle
Bild: U-Bahn Rauhes Haus: Der Osteingang ermöglicht den niveaugleichen Zugang auf den Seitenbahnsteig für die Fahrtrichtung ostwärts in Richtung Billstedt
U-Bahn Rauhes Haus: Der Osteingang ermöglicht den niveaugleichen Zugang auf den Seitenbahnsteig für die Fahrtrichtung ostwärts in Richtung Billstedt
Auf dem Foto oberhalb ist zu sehen, weshalb die Bahnsteighalle ohne Mittelstützen gebaut werden konnte. Die Trägerkonstruktion steht außerhalb der Halle und besteht aus freistehenden Stahlbeton-Portalträgern. Zur Straßenseite hin bilden großflächige undurchsichtige Glasflächen die Außenhaut.
Bild: U-Bahn Rauhes Haus: Foto links: Der niveaufreie Zugang ist auf Südseite der Haltestelle. Der Fahrkartenautomat dürfte bei Sonnenschein unbenutzbar sein, da die Sonne dann direkt auf seinen Touchscreen scheint. Weiter rechts ist der Außenfahrstuhl sichtbar.
Bild: U-Bahn Rauhes Haus: Die nicht mehr als solche genutzte Abfertigungskanzel über den Gleisen am östlichen Bahnsteigende
U-Bahn Rauhes Haus: Die nicht mehr als solche genutzte Abfertigungskanzel über den Gleisen am östlichen Bahnsteigende
Bild: U-Bahn Rauhes Haus: Das Innere der östlichen Zugangshalle
Die Fahrkartenautomaten in der östlichen Zugangshalle lassen sich auch bei Sonnenschein benutzen, denn sie stehen im Inneren des Gebäudes. Auffallend sind ― nicht nur hier ― die kreisrunden Oberlichter.
Bild: U-Bahn Rauhes Haus: Foto links: Die Apotheke auf der Straßenseite gegenüber der Haltestelle Rauhes Haus hat einen wirklich passenden Namen!
Letztes Upload: 27.09.2020 um 11:39:36. Dieser Abruf erfolgte am 02.10.2020 um 00:08:58 Uhr.