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Liniengrafik U4

Richtung Billstedt

Die U-Bahn Linie U4 der Hamburger Hochbahn:
Elbbrücken

Die Fertigstellung dieser U-Bahn-Station war für 2018 vorgesehen (Stand April 2013). Tatsächlich erfolgte die Eröffnung der Haltestelle am 6.12.2018. Ab dem 7.12.bis einschließlich 9.12. „durften” Fahrgäste den Streckenabschnitt Jungfernstieg - Elbbrücken ohne Fahrausweis benutzen. Ab dem 9.12.2018 wird die Haltestelle im fahrplanmäßigen Betrieb angefahren. Da die benachbarte Haltestelle der S-Bahn erst im Laufe des Jahres 2019 betriebsfähig sein wird, waren bei meinem Erstbesuch am 3.1.2019 gegen 14:45 Uhr praktisch nur Fahrgäste hier ausgestiegen, die sich ebenfalls die Haltestelle anschauen wollten.

Ein Teil der dabei entstandenen Fotos sind nachfolgend gezeigt. Sie sind deutlich nüchterner als die auf anderen Websites veröffentlichten Fotos aus der Zeit vom 6.12.2018 bis zum 9.12.2018.


Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken
Nach dem Verlassen des Zuges: Ein erster Blick in Richtung Elbe ...
Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken
... und in Richtung Hammerbrook.
Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken
Da die U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken mit Seitenbahnsteigen ausgestattet ist, benötigt sie eine Fußgängerbrücke über die Gleise. Von dort aus blicken wir in Richtung Hammerbrook ...
Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken
... und in Richtung Elbe.
Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken
Am Ende der Strecke ist eine provisorische Aussichtsplattform eingerichtet. Provisorisch, weil man möglicherweise irgendwann die Strecke über die Elbe führen möchte oder möglicherweise auch nicht.
Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken
Sogar ein weißer Hund bestaunt von der Aussichtsplattform aus die spektakuläre Bahnsteighalle
Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken
Wenn der weiße Hund über die Brüstung blicken könnte, würde es dies sehen: Einen fast unbenutzten Teil des Hafens, eine riesige Baustellenlandschaft und einige moderne Gebäude der HafenCity im Hintergrund. Im Sommer käme möglicherweise zusätzlich ein großes Kreuzfahrtschiff mit ins Bild!

Der Bau der Station Elbbrücken der Hamburger U-Bahn
Den Architektenwettbewerb zur geplanten U4-Haltestelle „Elbbrücken” hatte das Hamburger Büro gmp (Gerkan & Marg) gewonnen. Es handelt sich um eine Glasröhre im Halbkreisquerschnitt über den beiden Seitenbahnsteigen. Die Glaskonstruktion wird von einem außenliegenden Stahlgerüst getragen. Das Architektenbüro ist für solche Entwürfe bekannt - siehe die neuen Flughafenterminals in Fuhlsbüttel und den Berliner Hauptbahnhof.
U-Bahn-HaltestelleHallendach der S-BahnhaltestelleVerbindungsbauwerk
Bauherr:Hamburger Hochbahn AGDeutsche Bahn AGHamburger Hochbahn AG
Länge:137 m88 m70 m
Breite:33 m26 mca. 5 m
Höhe:ca. 15 mca. 15 mca. 4 m

Am 21.6.2013 erfolgte mit dem symbolischen Spatenstich der offizielle Baubeginn für die U4-Verlängerung zu den Elbbrücken.

Gemäß Planung sollten die Bauarbeiten im Jahre 2018 abgeschlossen sein. Die Verlängerung soll die neu entstehenden Quartiere der östlichen HafenCity an das Hamburger U-Bahn-Netz anbinden und einen Übergang zur S-Bahn bieten. Die S-Bahn erhält hier eine ähnlich gestaltete Haltestelle. Diese sollte ebenfalls im Jahre 2018 betriebsfähig sein. Der Bau ihres Glasdaches sollte bei der S-Bahn-Haltestelle jedoch erst 2019 abgeschlossen werden können. Tatsächlich wird sich die S-Bahn-Haltestelle „Elbbrücken” erst später - vielleicht 2019 - eröffnen lassen, da Schwierigkeiten bei der Pfahlgründung aufgetreten sind.[Zeittafel 28.7.2018]

Bei der U-Bahn sind waren Bauabschnitte zu unterscheiden:

  • Bei der Haltestelle HafenCity Universität entstand eine Kehr- und Abstellanlage für die U-Bahn-Züge. Baubeginn war am 21.6.2013.
  • Die neue ca. 1,34 km lange U-Bahn-Strecke bis zu den Elbbrücken wird ab der Haltestelle HafenCity Universität einen knappen Kilometer lang im Tunnel geführt. Danach verläuft sie in einem Trogbauwerk oberirdisch in die Haltestelle Elbbrücken. Mit dem Bau der Strecke wurde am 23.4.2014 begonnen.
  • Die Ausschreibung für den Bau der Haltestelle Elbbrücken und die Vergabe der Bauleistungen war für 2014 geplant.
In ihrer Pressemitteilung zum Spatenstich schrieb die HHA, dass sie mit knapp 180 Millionen Euro für das Gesamtprojekt inklusive Kehr- und Abstellanlage sowie Haltestelle rechne. Tatsächlich wurde im August 2018 bekanntgegeben, dass sich die Kosten auf voraussichtlich 145 Millionen Euro belaufen würden.[147, 23.8.2018] Laut einem Zeitungsbericht vom 6.12.2018 betrug der Anteil der Haltestelle 30 Mio €. Der Anteil der Streckenverlängerung betrug demnach 105 Mio €.[148, Barbara Zeidler:Die neue U-Bahnstation Elbbrücken billiger als geplant, Abruf 6.12.2018]

Zu der Bauzeit von 5½ Jahren und den Kosten für ca. 1,34 km U-Bahnstrecke, einer unterirdischen Abstellanlage und einer oberirdischen U-Bahnstation verkneife ich mir jeglichen Kommentar.

Insgesamt soll bei der Haltestelle Elbbrücken ein Ensemble aus drei oberirdischen miteinander harmonierenden Bauwerken entstehen. Gemeinsam sind den drei Bauwerken die Architekten:

  • Entwurf: Volkwin Marg und Jürgen Hillmer mit Stephanie Joebsch
  • Tragwerksplanung: schlaich bergermann und partner, Stuttgart

Die HHA gab in einer Pressemitteilung am 3.4.2015 (Karfreitag) bekannt, dass nach den Osterfeiertagen die Bauarbeiten für die neue U4-Haltestelle Elbbrücken beginnen würden: Der erste Abschnitt umfasst die Gründung des Bauwerks, den Rohbau des Untergeschosses sowie den Stahlbrückenbau. Ausgeführt würde der Bau durch die Firmengruppe Max Bögl, die auch für den Roh- und Spezialtiefbau der U4-Strecke zwischen den Haltestellen HafenCity Universität und Elbbrücken verantwortlich sei. Dieser Teil der Bauarbeiten solle bis Juni 2016 abgeschlossen sein. Anschließend würde die Haltestellenkonstruktion errichtet werden.

Den Zustand der Baustelle im Oktober 2016 und am 9.2.2017 zeigt eine kleine Fotodokumentation.

Am 25, und 26.3.2017 wurden für Interessierte Tunneltouren von der Haltestelle HafenCity Universität zur Baustelle der Haltestelle Elbbrücken veranstaltet. Eine Fotoreportage dazu hat Marcel Auktun veröffentlicht.

Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken im Bau von der Elbe aus
4.7.2017: Die U-Bahn-Haltestelle von Bord des Alsterschiffes „Alsterschipper” aus fotografiert. Leider ist außen auf der Fensterscheibe des Alsterschiffes etwas Wasser, so dass im unteren Teil des Fotos einige unscharfe Flecken sichtbar sind.

Baustellenfotos vom 12.6.2018
Einige der folgenden Fotos sind mit großer Brennweite ohne Stativ aufgenommen worden. Außerdem war der Himmel bedeckt. Dadurch sind sie kontrastarm und nur wenig scharf.
Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken im Bau
Fast ein Jahr später, am 12.6.2018, betrachtet ein Herr mit rotem Rucksack auf dem Rücken die wuchtige Bahnsteighalle der sich noch im Bau befindlichen U-Bahn-Haltestelle
Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken im Bau von der Versmannstraße aus
Von der Versmannstraße aus betrachtet, scheinen sich riesige Baumaschinen vor einer nicht sehr großen Bahnsteighalle eingraben zu wollen
Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken im Bau vom „HafenCity Viewpoint”
Der „HafenCity Viewpoint” ermöglicht einen Blick auf die Baulandschaft
Der kleine Aussichtsturm „HafenCity Viewpoint” stand vorher am Überseequartier. Nun (Sommer 2018) steht er am Südende der seltsamerweise getrennt und ohne Bindestrich geschriebenen „Baakenhafen Brücke”. Das Wasser links ist der Baakenhafen, das Wasser rechts ist die Norderelbe. Die beherrschende Straße auf der Halbinsel heißt Baakenallee. Hinter der Kurve wechselt ihr Name in Kirchenpauerstraße.

Der Name Baakenallee erinnert an die frühere Elbinsel Baakenwerder. Aus ihr wurde anlässlich der Neugestaltung der Hamburger Hafens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine langgestreckte Halbinsel mit Kaianlagen. Nur noch ein einziges Schiff liegt am Kai - am Fuß des Baukrans rechts im Foto.

Die große Bahnsteighalle ist auf dem Foto nur schwer zu entdecken. Auf dem nächsten Foto ist sie besser sichtbar.

Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken im Bau vom „HafenCity Viewpoint”
Die Bahnsteighalle am Rande der Bauwüste. Hier entsteht ein neues Wohnquartier.
Bild: U-Bahn-Haltestelle Elbbrücken im Bau vom „HafenCity Viewpoint”
Das vorläufige Ende der U4 an der Norderelbe
Eine Aussichtsplattform am Ufer der Norderelbe markiert vorläufig das südliche Ende der U4. Man strebt an, von hier aus eine U-Bahn-Brücke über die Norderelbe zu bauen, um die Strecke der U4 nach Süden zu erweitern.
Letztes Upload: 04.01.2019 um 08:55:55