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Inhaltsverzeichnis Hamburger U-Bahn

Die Linie U5 der Hamburger Hochbahn:
Ihre Haltestellen

Die Entscheidung für die U5

Bei der Bürgerschaftswahl am 20.2.2011 erlangte die SPD die absolute Mehrheit. Sie hat sich eindeutig gegen die (Wieder-)Einführung der Straßenbahn ausgesprochen. Das bereits laufende Planfeststellungsverfahren wurde um den 5.5.2011 herum abgebrochen. Die Rücknahme des Planfeststellungsverfahrens wurde im Amtlichen Anzeiger (Teil II des Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblattes) vom 31.5.2011 bekanntgegeben.

Bei der nächsten Bürgerschaftwahl (2015) verlor die SPD die absolute Mehrheit und ging eine Koalition mit der Partei „Die Grünen” ein. Als Ergebnis aus den Koalitionsverhandlungen sind am 10.3.2015 drei Eckpunkte zum Nahverkehr von den Medien bekanngegeben worden:

  1. Es wird keine Stadtbahn[gemeint ist eine straßenbahnartige Bahn] gebaut.
  2. Es wird die Planung einer U-Bahn-Linie zwischen Steilshoop und Lurup angegangen. Der Baubeginn wird jedoch nicht mehr in der neuen Legislaturperiode liegen, d.h., vor 2020 wird nicht gebaut werden. Anschließend will man die Linie über Winterhude und Uhlenhorst weiter in Richtung Hauptbahnhof bauen. Von dort aus soll sie im wesentlichen der Linienführung der ehemaligen Straßenbahnlinie 2 in Richtung Hoheluftbrücke und Siemersplatz folgen.
  3. Der Fahrradverkehr soll von jetzt 12% auf 25% Verkehrsanteil gesteigert werden.

Hinweis: Wesentliche Ereignisse sind in der Zeittafel ab 2015 chronologisch festgehalten.


Wie bei allen Planungen für die Hamburger U-Bahn hat die vorgesehene Streckenführung etliche Planungsvorgänger. Man könnte sagen: „Mit der Planung für die U5 wurden abgelegten Pläne aus der Zeit um 1968 aus den Aktenschränken hervorgeholt.”: Um 1974 wurde ein Erweiterungsprojekt eingestellt, für das Bauvorleistungen erbracht wurden. Man hatte damals vorgehabt, eine weitere U-Bahn-Linie von der Haltestelle Sengelmannstraße aus über Borgweg - Hauptbahnhof Nord - Jungfernstieg - Altona nach Lurup zu bauen. Realisiert wurde dies Vorhaben jedoch nicht. Gleislose Bahnsteige in den Haltestellen Sengelmannstraße, Hauptbahnhof Nord (und bis etwa Mitte 2009) in Jungfernstieg zeugen hiervon.

Gegenwärtig (Stand Herbst 2018) steht der östliche Streckenstummel der U5 vor dem Planfeststellungsverfahren. Die Fortsetzung der Strecke zur Innenstadt und dann weiter nach Lurup scheint noch im Fluss zu sein. Das gesamte Projekt wird in mehreren aufeinanderfolgenden Abschnitten geplant und vielleicht auch realisiert werden. Falls es realisiert werden sollte, wird es sich über Jahrzehnte hinziehen.

Über diesen Deeplink zur Website der HHA kann man sich über das Projekt informieren. Allerdings wird auf den Webseiten der Hochbahn behauptet, dass die geplante Haltestelle Norheimstraße in Barmbek-Nord liegt. Wir wissen es besser: Sie liegt am südlichen Rand des Stadtteils Hamburg-Ohlsdorf und definitiv nicht in Barmbek-Nord.


Erster Bauabschnitt: Der Ostzweig der U5

Zwischen den Jahren, d.h. zwischen Weihnachten und Silvester 2015, gab die HHA das Ergebnis der ersten Machbarkeitsstudie bekannt. Demnach würde mit dem Bau des ersten Bauabschnittes 2021 begonnen werden. Er würde - unter Vorbehalt - 2025 in Betrieb gehen und folgende Haltestellen umfassen:
  • Bramfelder Dorfplatz
  • Steilshoop (nördlich des Einkauszentrums am Schreyering)
  • Hartzloh (unmittelbar östlich der Fuhlsbüttler Straße)
  • Rübenkamp (östlich parallel zur S-Bahn-Haltestelle)
  • Sengelmannstraße (dort Umsteigemöglichkeit zur U1)
  • Überseering (fast schon am Jahnring)

Gegen die für die geplante U5 vorgesehene Haltestelle „Hartzloh” protestierten die Anwohner jener Straße heftig und brachten Gegenvorschläge ein. Dies führte dazu, dass die HHA eine alternative Streckenvariante untersuchte. In der alternativen Variante entfallen die geplanten Haltestellen Hartzloh und Rübenkamp. Statt dessen wurde die Machbarkeit einer Haltestelle „Nordheimstraße” untersucht. Bei dieser Streckenvariante entfällt die direkte Umsteigemöglichkeit an der S-Bahn-Haltestelle Rübenkamp. Dazu steht in der Pressemitteilung der HHA vom 30.8.3017: Ergebnisse umfangreicher Verkehrsmodellrechnungen hatten gezeigt, dass die voraussichtliche Anzahl an Umsteigevorgängen für die Sengelmannstraße (U1/U5) deutlich über den ersten Schätzungen liegt, die entsprechenden Werte für die Haltestelle Rübenkamp (S1/U5) dagegen niedriger ausfallen als erwartet.

Am Abend des 21.12.2017 wurde entschieden, dass auf der U5 anstatt der beiden Haltestellen „Hartzloh” und „Rübenkamp” lediglich die Haltestelle „Nordheimstraße” gebaut werden wird. Aus der zugehörigen Pressemitteilung der HHA geht hervor, dass die HHA nunmehr vorhat, Anfang 2019 in das Planfeststellungsverfahren zu gehen.

Hinsichtlich des ersten Bauabschnittes (Bramfeld - Überseering) wurden einige Eckpunkte veröffentlicht:

  • Die Strecke soll im Schildvortrieb erstellt werden. Es ist eine zweigleisige Röhre vorgesehen.
  • Beim Bau der Haltestellen sind Baugruben erforderlich.
  • Die Bahnsteige der unterirdischen Haltestellen sollen mit Bahnsteigtüren versehen sein. Es sind Seitenbahnsteige vorgesehen.
  • Als Basis der Haltestellenarchitektur auf dem Ostzweig der U5 soll ein „Liniendesign” des Hamburger Architekten Hadi Teherani angewendet werden. Es definiert grundlegende Gestaltungselemente für die neuen Tunnelhaltestellen. Dabei sollen Naturelemente als Leitmotiv dienen.
  • Es soll das bisherige Fahrzeugprofil beibehalten werden. Somit ist es möglich, dass jedes U-Bahnfahrzeug über Bestandsstrecken die bisher bestehenden Werkstätten erreichen kann.
  • Die Züge auf der Linie sollen vollautomatisch fahren.


Die Machbarkeitsstudie zum mittleren Streckenabschnitt der U5

Am 15.1.2019 präsentierten Senat und HHA den Stand der Machbarkeitsstudie zur U5 und die Planungen für den mittleren Streckenabschnitt.

Noch nicht fertiggestellt ist die Machbarkeitsstudie für die Fortsetzung der Strecke ab Stellingen weiter nach Westen.

Der mittlere Streckenabschnitt soll von der City Nord kommend über Süd nach Norden und dann nach Westen folgende Haltestellen erhalten:

  • City Nord (diese Haltestelle wurde bisher „Überseering” genannt)
  • Borgweg
  • Jarrestraße
  • Beethovenstraße
  • Uhlenhorst
  • St. Georg
  • Hauptbahnhof Nord (Jungfernstieg wird nicht angefahren)
  • Stephansplatz
  • Universität
  • Grindelberg
  • Hoheluftbrücke
  • Gärtnerstraße
  • Lohkoppelweg (alternativ Lokstedter Steindamm und Siemersplatz)
  • Hagenbecks Tierpark
  • Sportplatzring
  • Stellingen
Weiterhin wurden Kalendertage (ohne weitere Details?) für Bürgerbeteiligungen im ersten Quartal 2019 genannt:
  • 8. und 9. Februar im Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE),
  • 15. und 16. Februar an der Universität,
  • 22. und 23. Februar auf Kampnagel und
  • 28. Februar und 1. März im Hühnerposten (nahe Hauptbahnhof).
Letztes Upload: 17.05.2019 um 17:22:56