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Wanderweg entlang
der „Schiefen Ebene”

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Deutsches Dampflokmuseum in Neuenmarkt:
Modelleisenbahn • Schiefe Ebene

Die H0-Modelleisenbahnanlage des Deutschen Dampflokmuseums ist 42 m2 groß. Sie stellt die „Schiefe Ebene” dar. Dies ist ein Abschnitt der Eisenbahnstrecke, die weiter nördlich in Sachsen über die Göltzschtalbrücke und die Elstertalbrücke führt.

Die „Schiefe Ebene” der Königlich Bayerischen Staatseisenbahn auf dem Streckenabschnitt zwischen Neuenmarkt und Marktschorgast wurde von 1844 bis 1848 erbaut. Die beiden Ingenieure waren Paul Camille von Denis und Friedrich August von Pauli.

Diese am 1.11.1848 eröffnete schiefe Ebene ist die erste nur mit Lokomotivkraft im regulären Betrieb befahrene Eisenbahnsteilstrecke der Welt.

Dabei handelt es sich um ein Teilstück der Ludwig-Süd-Nord-Bahn. Die beiden Bahnhöfe sind 7,6 km voneinander entfernt. Die Strecke folgt einem Seitental des Streitmühlenbaches.

Auf 6,8 km der Strecke wird ein Höhenunterschied von 158 m bewältigt. Daraus errechnet sich eine durchschnittliche Steigung von 2,32 %. Die größte tatsächlich vorhanden Steigung beträgt 2,53 %.

1,5 km der Strecke mussten mit Stützmauern versehen werden. Die doppelgleisige Strecke besitzt 10 Bahnbrücken und vier kleinere Durchlässe. Sie wird von drei Straßenbrücken überspannt.

Die „Schiefe Ebene” genießt seit 1983 Denkmalschutz.

Vor dem Bau der Strecke prüfte man diese Möglichkeiten:

  1. Pferdebetrieb mit Zugpferden
  2. Atmosphärischen Bahn. Ein Kolben läuft in einem abgedichteten Rohr zwischen den Schienen in deren gesamter Länge. Eine solche Bahn wurde gerade in England in Betrieb genommen.
  3. Seilzüge, unterstützt durch Ballastwagen.
Man entschloss sich für die Variante mit Seilzügen auf drei Seilzugstrecken von je 1500 m Länge und 3,3 % Steigung.

Noch während der folgenden Planungen verbesserte sich die Leistungsfähigkeit der Lokomotiven. Die Planung wurde geändert in eine Steilstrecke mit 2,5 % Steigung.

Die Bergfahrt für schwere Güterzüge benötigte ihre Zeit. Die Fahrzeit für die 7,6 km lange Strecke betrug bergauf bis zu 45 Minuten! Solche Züge bestanden damals aus zwei Zuglokomotiven, den Güterwagons und einer zusätzlichen Schiebelokomotive hinten.

Bild: Deutsches Dampflokmuseum, Modellbahn, Ringlokschuppen Neuenmarkt
Das Foto zeigt den Ringlokschuppen in Neuenmarkt mit seiner Segmentdrehscheibe
Bild: Deutsches Dampflokmuseum, Modellbahn, Ringlokschuppen Neuenmarkt
Das Foto zeigt den Ringlokschuppen in Neuenmarkt mit seiner Segmentdrehscheibe
Bild: Deutsches Dampflokmuseum, Modellbahn, Streckenwärterbude StreitmühleDie Streckenwärterbude Streitmühle ist auch im Original zu bewundern. Das kleine Foto zeigt sie auf der Modellbahnanlage. Die gesamte Steigungsstrecke war ursprünglich ein einziger Streckenblock. Zur Verringerung des Zugabstands wurde die Strecke in Streitmühle in einen zusätzlichen Streckenblock geteilt. Vorher konnten auf der gesamten Steigungsstrecke in jeder Richtung nur ein einziger Zug fahren. Durch die Aufteilung in zwei Blockabschnitte konnten in jeder Richtung zwei Züge gleichzeitig fahren.
Bild: Deutsches Dampflokmuseum, Modellbahn, StraßenunterführungAuf einem Teil der Steigungsstrecke musste der Damm mit Stützmauern gehalten werden. Das Foto vom Modell zeigt eine Straßenunterführung durch den abgestützten Bahndamm.
Die beiden folgenden Fotos vom Modell zeigen den Bahnhof Marktschorgast am oberen Ende der Steigungsstrecke.
Bild: Deutsches Dampflokmuseum, Modellbahn, Marktschorgast
Bild: Deutsches Dampflokmuseum, Modellbahn, Marktschorgast
Letztes Upload: 23.05.2020 um 05:09:03. Dieser Abruf erfolgte am 08.07.2020 um 01:01:55 Uhr.