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London's Transport Museum:
Pferdestraßenbahnen

Die nächste Innovation nach den Pferdeomnibussen war die Pferdestraßenbahn. Sie wurde zuerst in New York eingeführt — das war 1832. Die erste europäische Pferdestraßenbahn folgte 22 Jahre später: 1854 in Paris.

Die erste Pferdestraßenbahn in London wurde 1861 einige Monate lang betrieben. Der Dauerbetrieb der Pferdestraßenbahnen in London begann 1870.

Die Konzessionen sahen vor, dass die von privater Seite erbauten Pferdebahnen nach 21 Jahren von den Kommunen übernommen werden konnten. So geschah es dann auch — zu Beginn des 20.Jahrhunderts besaß die Grafschaft London (London County Council, LCC) ein Drittel des Streckennetzes und erbrachte die Hälfte der Verkehrsleistung. Strowitzki spricht in seinem Buch „U-Bahn London”, Berlin 1994 von insgesamt 13000 Pferden, einigen Kabelstraßenbahnen und einigen Dampfstraßenbahnen. Die Elektrifizierung setzte erst 1901 ein und war 1915 abgeschlossen.

Bild: Pferdestraßenbahn, London's Transport Museum
Bild: Pferdestraßenbahn, London's Transport Museum
Zwei Dinge fallen ins Auge: Die Wagen sind recht klein. Die vordere und die hintere Wendeltreppe sind so angeordnet, dass der Ausstieg jeweils zur anderen Seite führt. Eingestiegen wurde offensichtlich am Heck des Wagens. Die Wagen sind Zweirichter!

Unten saß man auf Längsbänken quer zur Fahrtrichtung. Auf dem Oberdeck saß man auf hölzernen Querbänken in Fahrtrichtung. Die Rückenlehne ist offensichtlich klappbar.

Bild: Pferdestraßenbahn, Modell im London's Transport Museum
Bild: Pferdestraßenbahn, Modell im London's Transport Museum
Zwei Modelle etwa im Maßstab 1:64. Das untere Bild zeigt, dass es auf dem Oberdeck auch Längsbänke gab. Im Gegensatz zur Hamburg-Wandsbeker Pferdebahn mit Decksitzen durften in London auch die Damen auf das Oberdeck.
Letztes Upload: 16.08.2019 um 08:01:08