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Der Stahlwagen

Der V3 der HHA

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Besuch beim VVM in Schönberger Strand:
Der V2 der HHA

Bild: V2 und V2B bei der Museumsstraßenbahn Schönberger Strand des VVMDer Triebwagen mit der authentischen Beule und der 2003 noch nicht wieder aufgemalten Dienstnummer am Fahrerstand besteht aus einem Triebwagen V256 und einem Beiwagen V2B der Hamburger Hochbahn. Beides sind 1928 gebaute Vierachser, allerdings noch nicht in Ganzstahlbauweise. Der Triebwagen wurde 1950 und 1956 überholt und modernisiert. Die meisten V2-Triebwagen wurden im Herbst 1967 abgestellt; der letzte V2-Triebwagen war im April 1969 dran.
Bild: V2 und V2B bei der Museumsstraßenbahn Schönberger Strand des VVMZweimal das Heck des gleichen Beiwagens. Im unteren Bild vom 5.9.2009 ist die Renovierung des Beiwagens V2B weiter vorangeschritten als beim oberen Bild von 2003.
Detaillierte Beschreibung sind auf der Website des VVM zu finden:
Bild: Heck des V2B bei der Museumsstraßenbahn Schönberger Strand des VVM
Bild: Unterfahrschutz des V2
Bild: Drehgestell des V2
Die beiden Fotos zeigen den seitlichen Unterfahrschutz zwischen den beiden Drehgestellen und ein Drehgestell des V2 und V2B.
Bild: Wageninneres des V2B bei der Museumsstraßenbahn Schönberger Strand des VVM
Der aufgearbeitete Beiwagen sieht 2003 fast noch so aus, wie er 1929 geliefert wurde. Genau wie bei der Inbetriebnahme sind die Sitzflächen der Bänke mit grünem Autovelours, der mit dickem Filz unterlegt ist, überzogen. 2009 waren die Sitzflächen mit Leder überzogen.

Der Beiwagen hatte bei seiner Inbetriebnahme die Wagennummer 3522. Während seiner rund 40-jährigen Dienstzeit wurde die Wagennummer einige Male geändert: 3522, 3506(?), 1206(?), 1306(?), 1905 (ohne Gewähr). Es kursieren Fotos, die ihn in historischer Farbgebung mit genau dieser Wagennummer 3522 als Beiwagen hinter dem V6E-Fahrschulmotorwagen 3999 zeigen. Der V6E-Fahrschulmotorwagen erhielt im Mai 1968 diese Betriebsnummer 3999.

Fahrzeugdaten V2Fahrzeugdaten V3
nach letztem Umbau1928
Hersteller, Baujahr,
Dienstnummern:

Waggonfabrik Falkenried, Hamburg
1928
V2 Nr. 3006, V2B Nr. 3522

(Wohl 1958 erhielt 3006 die
neue Dienstnummer 2930)


Waggonfabrik Falkenried, Hamburg
1937
3064, 3041, 2970
Länge:12,17 m11,94 m12,72 m
Breite:2,15 m2,15 m2,20 m
Radstand des
Drehgestells:

1,60 m

1,60 m

1,60 m
Drehzapfenabstand:4,60 m4,60 m5,20 m
Gewicht Triebwagen:15,5 t14,2 t15,5 t
Gewicht Beiwagen:10,5 t
Sitzplätze:303026
Stehplätze:51 (?)26 innen,
11 Plattform vorne,
13 Plattform hinten
55
Spurweite:1435 mm1435 mm1435 mm
Fußbodenhöhe:Plattform: 675 mm
im Wagenkasten: 830 mm
Motoren:4 mal AEG USL 163 u
mit je 30 kW
4 mal mit je 19 kW4 mal Siemens Dw 331 g
mit je 28 kW
Beleuchtung:Glühlampen 600 V,
Notbeleuchtung 24 V
Glühlampen 600 V

Bereits 1897 besaß die Hamburger Straßenbahn Vierachser. Ende der 1920er kamen 30 weitere vierachsige Triebwagen und 30 vierachsige Beiwagen hinzu. Wie damals üblich, stand der Fahrer. Einstiege gab es auf beiden Seiten, denn es waren Zweirichter. Die Einstiege auf der in Fahrtrichtung linken Seite waren geschlossen, die auf der anderen Seite blieben auch während der Fahrt geöffnet.

Die Beiwagen waren für einen Umbau zum Triebwagen vorbereitet.

Bild: H0-Modell eines V2U beim VVM im Lokschuppen Aumühle1935 begann man mit dem Umbau von 10 Beiwagen V2B in Triebwagen V2U. 1938 wurden die V2U erneut umgebaut. Dabei wurde das Laternendach flacher gemacht und zu den Stirnwänden hin herabgezogen. Das Foto eines V2U-Vitrinenmodells im Lokschuppen Aumühle bei Hamburg zeigt diesen Bauzustand. Die V2U erhielten damals die Betriebsnummern 3031 bis 3040.

Bild: Sitzaufteilung V2 der HHA

Grafik links: Die Sitzverteilung folgt der günstigsten Raumausnutzung: 12 Sitzplätze auf vier Langsitzen an den Enden und 18 Sitzplätze auf Querbänken im Mittelraum des Wageninnern. Die Punkte an den Seiten deuten die Fensterteilung an.

Die Wagen 3019 bis 3030 hatten eine Trennwand erhalten, um bei Einsätzen ohne Beiwagen ein Raucherabteil einrichten zu können. Die Trennwand ist in der Skizze zur Sitzaufteilung durch eine Senkrechte angedeutet.

1950 wurden 15 Triebwagen zu Einrichtern umgebaut. Die vordere Plattform erhielt Schiebetüren und einen Sitzplatz für den Fahrer. Die hintere Plattform blieb im alten Zustand.

Ab 1956 wurden die Triebwagen erneut modernisiert. Sie erhielten, wie der Museumszug, eine vordere Plattform aus Stahlblech, eine modernisierte Niederspannungsanlage und Schienenbremsen.

Drei V2-Triebwagen (Betriebsnummern 3015, 3022 und 3027) wurden ab Anfang der 1950er auf der Strecke Ohlstedt-Wohldorf eingesetzt

Letztes Upload: 13.07.2019 um 06:05:23