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Friedhof Ritzebüttel in Cuxhaven:
Das Seegefecht bei Helgoland (1864)

Bild: Friedhof Ritzebüttel, Seegefecht bei Helgoland Bild: Friedhof Ritzebüttel, Seegefecht bei Helgoland
Die österreichischen Gefallenen des Seegefechts bei Helgoland wurden am 11.5.1864 auf dem Friedhof Ritzebüttel beigesetzt. Die Verwundeten wurden nach Hamburg gebracht. Am 9.5.1866, genau zwei Jahre nach dem Seegefecht, wurde der geschmückte Obelisk eingeweiht. Es wurde von Kaiser Franz Joseph I. „gestiftet”. Als Architekt wird Martin Haller aus Hamburg genannt.

Von der am Gefecht auf österreichischer Seite beteiligten Schraubenfregatte „Schwarzenberg” wurden einige Kanonenkugeln und einige Meter der Ankerkette für die Umfriedung des Obelisken beigegeben.

Das Seegefecht bei Helgoland ist vielfach auch im WWW beschrieben. Deshalb ist auf dieser Website keine weitere Beschreibung dazu zu finden.

Auslöser des Deutsch-Dänischen Krieges von 1864 war der Versuch der Kopenhagener Regierung, Schleswig unter Ausschluss Holsteins in einen neuen dänischen Nationalstaat einzugliedern. Der Friedensvertrag „Friede von Wien” wurde am 30.10.1864 in Wien unterzeichnet.

Als Folge des Krieges musste die dänische Krone auf die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg verzichten. Die drei Herzogtümer wurden von Preußen und Österreich zunächst gemeinsam verwaltet. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 (Preußen gegen den Deutschen Bund unter der Führung von dessen Präsidialmacht Österreich) wurde die drei Herzogtümer zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein vereinigt.

Bild: 595
Das Motto „VIRIBUS UNITIS” lässt sich sinngemäß mit „Gemeinsam sind wir stark” übersetzen

Am 20.4.2014 präsentierte sich der Obelisk in einem mustergültigen Zustand: Nur wenige Tage vorher, am 9.5.2014 und somit 150 Jahre nach dem Seegefecht, wurde die frisch renovierte Grabanlage der Öffentlichkeit übergeben.[kk-marinegrab-1864.de/Cuxhaven-Ritzebüttel.html, abgerufen am 18.4.2019]
Bild: Friedhof Ritzebüttel, Seegefecht bei Helgoland(20.4.2014) Bild: Friedhof Ritzebüttel, Seegefecht bei Helgoland(20.4.2014)

Julius Bélsky
k:k: österr: Seekadet
gefallen bei Helgoland
am 18 9/5 64 im 20 Lebensjahre.

Dem besten der Brüder
von der trauernden Schwester
18 2/8 65

Er zog durch Ruhmeshallen
In jene Welt dort ein.
Wer möchte von uns Allen
An seiner statt nicht sein?

Johann Kleinert
K.K. Hauptmann-Auditor
Gefallen am 9ten Mai 1864

Beide Grabmale stehen unmittelbar neben dem großen Obelisken.

Julius Bélsky diente auf der „Schwarzenberg”, Johann Kleinert diente auf der „Radetzky”. Interessant sind die unterschiedlichen Schreibweisen des Datums. Das Grabmal für Julius Bélsky vermittelt einen ganz anderen Eindruck als das Graugusskreuz für Johann Kleinert.

Das Helgoland-Denkmal am Elbuferhang in Hamburg-Altona

Bild: Das Helgoland-Denkmal am Elbuferhang in Hamburg-Altona (14.5.2016)Oberhalb des Altonaer Fischereihafens am Elbufer steht das „Helgoland-Denkmal”. Laut der 2016 aufgestellten Informationstafel wurde es von der Altona-Hamburgischen Bevölkerung gestiftet. Entworfen hat es Martin Haller. Für die Bronzeverzierungen ist angegeben: Behrmann, Altona. Aus dem weiteren Text der Informationstafel geht hervor, dass das Denkmal mehrfach umgestellt wurde.

Unten auf der Informationstafel wird auf die Wolfgang und Gisela Vacano-Altona-Stiftung hingewiesen.

Bild: Das Helgoland-Denkmal am Elbuferhang in Hamburg-Altona (14.5.2016)
Bild: Das Helgoland-Denkmal am Elbuferhang in Hamburg-Altona (14.5.2016)
Letztes Upload: 19.09.2020 um 14:46:45. Dieser Abruf erfolgte am 20.10.2020 um 08:01:43 Uhr.