Home

FAQ über Friedhofsengel

Auswahlseite Ohlsdorf

Beiträge zur Angelologie:
Können Engel wirklich fliegen ?

Warum stehen Engel nie auf der Erde ? Woraus besteht ein Engel ?
Antwort: Wissenschaftler haben diese Frage noch nicht zweifelsfrei klären können. Es gibt zwar einen bekannten Spruch im Volksmund (Fahre nie schneller als dein Schutzengel fliegen kann), der einen eindeutigen Hinweis auf das Flugvermögen zumindest der Schutzengel gibt, jedoch wurde bisher — abgesehen von gemalten Bildern und Darstellungen auf Reliefs — noch kein fliegender Engel beobachtet.

Andererseits fragt man sich, wozu die beiden Flügel überhaupt da sind. Es ist jedoch bekannt, dass Engel als Boten Gottes häufig den Weg zwischen dem Paradies und der Erde zurücklegen, um ihre Botschaften zu überbringen. Da der Weg zum Paradies über den Himmel führt, sind die Flügel eindeutig von Nutzen.

Die oben erwähnten Bilder mit als fliegend dargestellten Engeln findet man überwiegend in Kirchen. In unserer aufgeklärten Zeit gibt es jedoch Leute, die nicht alles glauben, was ihnen in der Kirche gezeigt und gesagt wird.

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Säulengrabmal Tropowitz-Mankiewicz
Glaubhafter sind da schon die Reliefdarstellungen wie diese auf dem Säulengrabmal Troplowitz-Mankiewicz am alten Wasserturm auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Hier werden zwei eindeutig fliegende Engel bei einer Luftfrachtabwicklung gezeigt. Allerdings: Es ist lediglich ein Relief, es fehlt noch eine Filmaufnahme des Ereignisses!

Auf ein wichtiges Detail sei hingewiesen: Die beiden Engel sind sich über die Flugrichtung nicht einig. Der rechte Engel weist mit der freien Hand abwärts, der linke Engel weist aufwärts. In welcher Richtung soll es denn nun weitergehen?

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Senator Stahmer (4.3.2003)P.S.: Noch immer ist ungeklärt,
wie es dem Engel gelungen ist,
ganz oben auf die Säule des Grabmals von
Senator Stahmer zu gelangen.

Ist er vielleicht doch geflogen???



Bild: Engel, HeiligenblutIn Österreich soll es dem Vernehmen nach Engel geben, die brave Kinder mit einem Rundflug über den Großglockner erfreuen. Hier startet gerade ein Rundflug von der Kirche in Heiligenblut aus.
Bild: Medaillon am Grabmal „Hope” bei Kapelle 2 des Ohlsdorfer FriedhofsDies Radarbild aus dem Archiv des nahe gelegenen internationalen Flughafens Hamburg-Fuhlsbüttel alias Hamburg Airport alias Hamburg Airport „Helmut Schmidt” zeigt den Beinahezusammenstoß zwischen einem fliegenden Engel und einer großen Eule. Der Engel hat eindeutig den Vorflug der von rechts kommenden Eule missachtet (typisch, es ist ein weiblicher Engel: Frauen am Flügel). Augenscheinlich führt der Engel gerade einen nicht bei der Flugsicherung angemeldeten Rundflug mit zwei Fluggästen durch.

In neuerer Zeit häufen sich demnach die Verdachtsmomente, aus denen hervorgehen könnte, dass Engel doch fliegen können!

Selten sind alle Wissenschafter einer Meinung! Es gibt doch wirklich unseriöse Wissenschafter, die das Radarbild für eine schlichte Ablichtung des Porzellantondos „Die Nacht” nach Bertel Thorvaldsen auf dem Grabmal ehemals Sahs (Position T18,150-153) aus dem Jahr 1887 halten. Noch schlimmer: Diese „Wissenschaftler” weisen darauf hin, dass Thorvaldsen zu dieser Darstellung durch Studium des Märchens(!) „Der Engel” eines gewissen Hans Christian Andersen (*2.4.1805 Odense; †4.8.1875 Kopenhagen), angeregt worden sein könnte. Bereits die beiden ersten Absätze jenes Märchens beweisen, dass Herr Andersen nichts mit dem Tondo zu tun gehabt haben konnte! Denn: Das Tondo zeigt zwei Kinder, Herr Andersen bezieht sich jedoch wiederholt auf ein Kind:
Jedesmal, wenn ein gutes Kind stirbt, kommt ein Engel Gottes zur Erde hernieder, nimmt das tote Kind auf seine Arme, breitet die großen, weißen Flügel aus und pflückt eine ganze Handvoll Blumen, die er zu Gott hinaufbringt, damit sie dort noch schöner als auf der Erde blühen. Gott drückt sie dort an sein Herz, aber der Blume, die ihm die liebste ist, gibt er einen Kuss, und dann bekommt sie Stimme und kann in der großen Glückseligkeit mitsingen.

Sieh, alles dieses erzählte ein Engel Gottes, während er ein totes Kind zum Himmel forttrug, und das Kind hörte wie im Traume; sie flogen über die Stätten in der Heimat, wo das Kleine gespielt hatte, und kamen durch Gärten mit herrlichen Blumen.

Bertel Thorvaldsen (*19.11.1770 Kopenhagen; †24.3.1844 Kopenhagen) war ein dänischer Bildhauer. Von 1797 bis 1838 hielt er sich fast ununterbrochen in Rom auf. Die Tondos „Der Tag” und „Die Nacht” wurden in Rom als Paar im Sommer 1815 für die Villa Carlotta am Comer See von Thorvaldsen entworfen und gestaltet. Das eine Kind des Tondos „Die Nacht” symbolisiert den Schlaf, das andere Kind symbolisiert den Tod.

Man kann die Darstellung unterschiedlich interpretieren. Vielleicht so: Die Nacht wird durch den weiblichen Engel dargestellt. Er hat sowohl etwas mütterlich Beschützendes an sich. Die beiden Kinder schlafen wirklich wohlbehütet!

Das ähnlich gestaltete Porzellantondo „Der Tag” des gleichen Künstlers ist auf dem Kirchhof Ringebu in Norwegen zu sehen. Dort streut die Engelsdame jedoch Blumen!


Exklusiver Hinweis für die Nutzer von Fredriks Website: Beide Tondos sind im Eingang des Jenisch-Hauses in Klein Flottbek zu zu sehen. Der Zugang zu den Tondos ist gebührenfrei, kostet also keinen Eintritt (Stand August 2019).
Letztes Upload: 21.09.2020 um 05:16:07. Dieser Abruf erfolgte am 20.10.2020 um 08:26:40 Uhr.