Ohlsdorfer Friedhof • Links und rechts der Cordesallee:
Friedrich Jasper & Hein Köllisch

Die Christusstatue Grabmal Wichmann und Grabsymbole
Das Grabmal Busunternehmers Friedrich Jaspers und seiner erheblich jüngeren Frau ist wie folgt zu finden: Man geht auf dem halbrunden Weg zur anderen Sandsteintreppe. Oben hinter der Treppe zweigt ein Seitenweg vom halbrunden Weg ab. Im Seitenweg ist es auf der rechten Seite das zweite Grab.
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Bild: Grab Friedrich Jasper auf dem Ohlsdorfer FriedhofDas älteste Reisebusunternehmen Hamburgs bestand seit 1902. Gegründet hat es Friedrich Jasper.

Im Januar 2009, als die Fotos auf dieser Seite entstanden, hieß es noch „Friedr. Jasper — Rund- und Gesellschaftsreisen GmbH”. Es war eine Tochtergesellschaft der Hamburger Hochbahn AG (HHA). Das hat sich per Neujahr 2020 geändert: Am 24.9.2019 teilte HHA in einer Pressemitteilung mit, dass die Tochterunternehmen JASPER und Süderelbe Bus GmbH (SBG) zum Jahreswechsel 2019/2020 mit der HHA vollständig verschmelzen werden.

Der Busbetrieb Friedrich Jasper war eng mit dem Ohlsdorfer Friedhof verbunden. Am 28.5.1923 nahmen die Firma Nordmark und die Firma Jasper den Linienbusverkehr auf dem Ohlsdorfer Friedhof auf. Wegen der Inflation wurde er zunächst wieder eingestellt und im Sommer 1925 erneut aufgenommen.

Ab 1927 wurde er von der HHA durchgeführt.[201, Anmerkung 250]

Erneut betrieb Jasper von Mai 1929 bis 1934 eine Buslinie auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Das Busunternehmen Brand betrieb ab 1930 eine weitere Buslinie auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Sie wurde 1933 von der HHA übernommen und als Linie K betrieben.

Die Ohlsdorfer Jasper-Linie wurde 1934 von der HHA übernommen und als Linie J betrieben. Im gleichen Jahr wurde sie mit der Linie K vereinigt und als J weiter betrieben.[66, Seite 14 u.15]

Bild: Der obere Rand des Grabmals Friedrich Jasper auf dem Ohlsdorfer Friedhof
Der obere Rand des Grabmals Friedrich Jasper auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Bild: Relief Hein KöllischFolgen wir dem Pfad nur etwa 25 m weiter, so lächelt uns von links ein älterer Herr mit Schnauzbart und Zylinderhut an. Oder schaut er gar etwas verschmitzt?
Bild: Relief Hein KöllischDas Relief ist 80 cm groß. Die Inschrift im Grabstein verdeutlicht, dass hier (Q6,40–46/R6,17) die Familie Heinrich Köllisch begraben liegt. Die Inschrift informiert uns, dass dem scheinbar älteren Herrn kein langes Leben gegönnt war.

Der Hamburger Volkssänger und Humorist in plattdeutscher Sprache Heinrich Köllisch (*1857; †1901) war besser als Hein Köllisch bekannt. Er schrieb eine Vielzahl von plattdeutsche Parodien, Liedern und Theaterstücken. Aufgetreten ist er mit Zylinderhut und Frack. „Für meine Muttersprache ist mir der beste Anzug gerade gut genug”, soll er dazu bemerkt haben.

1894 eröffnete er in St. Pauli das Varieté „Universum”. Sein früher Tod am 18. April 1901 geht auf eine Lungenentzündung zurück, die er sich während einer Erholungsreise in Rom zugezogen hatte.

Bild: Grabstätte Heinrich Köllisch (1901)1949 wurde der Paulsplatz nach Heinrich Köllisch in Hein-Köllisch-Platz umbenannt. Der Platz ist nicht weit vom St.-Pauli-Fischmarkt entfernt. In der Traditionsrundfunksendung „Hamburger Hafenkonzert” werden gelegentlich von ihm geschriebene lustige Spottlieder dargebracht.

Reproduktion: Das Grab Hein Köllisch, offensichtlich kurz nach der Beisetzung fotografiert.(Es handelt sich um einen Auszug aus einer zeitgenössischen Postkarte des Kunstverlags A.Neumann, Hamburg 6)


Unser nächstes Ziel ist das Grab Wichmann. Dazu geht es den Seitenpfad zurück auf den halbrunden Weg. Hier geht es an der Christusstatue vorbei und dem Verlauf des Weges folgend weiter auf dem dann geraden Fußweg oben auf dem Abhang
Letztes Upload: 28.09.2021 um 21:38:34 • Impressum und Datenschutzerklärung