Ohlsdorfer Friedhof • Links und rechts der Cordesallee:
Das Familiengrab Wempe (P29,399-408) und das Familiengrab Menck

Nr. 17: Die Gemeindegrabstelle St. Markus-Hoheluft Die Feldsteingrabwand in P29
Das Familiengrab Wempe ist leicht zu finden: Vom Wasserturm aus folgen wir der Cordesallee weiter in Richtung Osten bis kurz vor der Kapelle 10. Auf der Straßenseite gegenüber der Kapelle, aber dennoch kurz vor der Kapelle, zweigt ein asphaltierter Fußweg in Richtung Nordwesten ab. Nach etwa 90 m ist links am Fußweg das Familiengrab Wempe zu erblicken.
Bild: Ohlsdorfer Friedhof, Familiengrab Wempe
Ohlsdorfer Friedhof, Familiengrab Wempe
Bild: Ohlsdorfer Friedhof, Familiengrab Wempe Bild: Ohlsdorfer Friedhof, Familiengrab Wempe
Wer denkt bei dem Familiennamen Wempe nicht sofort an Uhren Chronometer? Und tatsächlich: Hier liegt Gerhard Wempe (*26.3.1857; †4.5.1921) begraben. 1878 eröffnete er in Elsfleth das Geschäft, aus dem heraus sich die Gerhard D. Wempe KG entwickelt hatte.

Auch sein Sohn Herbert (*1.2.1890; † 18.8.1963) wurde hier beigesetzt. Während seiner Zeit als Geschäftsführer wurde das stattliche Haus in der Steinstraße gegenüber der Jakobikirche erworben, in dem die Firma Wempe noch immer ihren Hauptsitz hat. Das Unternehmen betreibt in Deutschland 20 Geschäfte und je eine Verkaufsniederlassung in London, Madrid, New York, Paris, Wien und auf dem Kreuzfahrtschiff Europa (Stand 2011).

Als Knabe habe ich erfolgreich etliche ausgediente Aufziehwecker meiner Großmutter zerlegt. Nicht so gut klappte es mit dem Zusammenbau — es blieben immer etliche Federn übrig! Die Enden der Federn waren spiralartig eingerollt — ähnlich wie oben am Grabmal.

Bild: Ohlsdorfer Friedhof, Familiengrab Wempe Das Relief zeigt einen trauernden Jüngling mit seiner erloschenen Fackel. Das Oberteil der Stele wird von einer Girlande aus Lorbeerblättern unter einem angedeuteten Dach mit an beiden Seiten spiralartig eingerollten Enden geschmückt.

Bild: Ohlsdorfer Friedhof, Familiengrab H. Menck Steht man vor dem Familiengrab Wempe und schaut über die rechte Schulter auf die andere Seite des Weges, so fällt der Blick auf eine bemerkenswerte 1,50 m hohe schwarze Stele mit der Darstellung eines Schiffsrumpfes. Das Schiff – vielleicht ist es eine Schute – liegt auf einer Helling. Eine Leiter ist angelehnt, eine Arbeitsbank steht seitlich neben dem Rumpf. Das Schiff ist mit einer Kette gesichert. Aus der Inschrift geht hervor, dass hier die Familie H. Menck (mit Heinrich Menck *23.12.1871; †20.9.1938 und seiner Frau Anna geb. Seemann) beigesetzt wurde.
Letztes Upload: 24.04.2022 um 09:05:41 • Impressum und Datenschutzerklärung