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Friedhof Ohlsdorf

Abgeräumte Grabmale des Grindelfriedhofs

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Jüdischer Friedhof Ohlsdorf (Ilandkoppel in Hamburg):
Die Pforte vom Neuen Steinweg

Bild: Jüdischer Friedhof Ilandkoppel, historische Pforte neuer SteinwegDie Inschrift lautet:

Zum steten
Gedenken an die
auf dem zerstörten
Friedhof
Neuer Steinweg
1813–14 Bestatteten
die nach der Exhumierung
1954 hier ihre
endgültige
Ruhestätte
gefunden haben.

Die verrostete Pforte des aufgelassenen jüdischen Friedhofs vom Neuen Steinweg ist mitsamt der davorliegenden Gedenkplatte am östlichen Ende des Südweges aufgestellt worden. Dieser Teil des Südweges bildet die Grenze zwischen den umgesetzten Grabmalen des sephardischen und des aschkenasischen Teils des Grindelfriedhofs.

In dem genannten Zeitraum 1813–14 war Hamburg belagert. Innerhalb des Stadtgebiets stand kein jüdischer Begräbnisplatz zur Verfügung. Die Juden durften im Garten hinter ihrer Synagoge am Neuen Steinweg einen vorübergehenden Begräbnisplatz einrichten. Bis Mai 1814 wurden hier 57 aschkenasische und sephardische Bestattungen durchgeführt.

Auch dieser Begräbnisplatz wurde in der nationalsozialistischen Zeit aufgelöst. Nach dem Text der Gedenkplatte zu urteilen, erfolgte diese Auflösung nur oberirdisch.

Letztes Upload: 04.09.2019 um 07:00:04