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Friedhof Ohlsdorf

Die beiden Obelisken

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Jüdischer Friedhof Ohlsdorf (Ilandkoppel in Hamburg):
Abgeräumte Grabmale des Grindelfriedhofs

Bild: Jüdischer Friedhof Ilandkoppel, halbverhüllte UrneAuf dem Friedhofsplan des Jüdischen Friedhofs Ohlsdorf ist ein annähernd dreieckiges Areal mit dem Wort „Grindelfriedhof” bezeichnet. Dorthin wurden 1937, 1939 und 1941 etwa 375 vom Grindelfriedhof abgeräumte aschkenasische Grabmale gebracht. Insgesamt wurden die Gebeine von etwa 8000 Toten vom Grindelfriedhof zum Jüdischen Friedhof an der Ilandkoppel umgebettet.

Die Grabmale machen einen schlichteren Eindruck als im sephardischen Bereich.

Links ist eines auffälligeren Grabmale dieses Bereiches zu sehen. Eine Tüchern drapierte oder halb verhüllte steinerne Urne deutet symbolisch auf eine Feuerbestattung hin, denn die öffentliche Zurschaustellung von Urnengräbern war nicht gestattet.

Etliche der Grabmale in diesem Bereich sind mit einer Wasserkanne und einer Wasserschale verziert. Dies Symbol besagt, dass hier ein Nachkomme der Levi bestattet wurde. Leviten versahen Priesterdienste und waren laut dem Alten Testament Tempeldiener. Die Phrase „die Leviten lesen” geht hierauf zurück.

Drei Grabmale in diesem Bereich fallen besonders auf. Es handelt sich um zwei hohe übermannshohe nebeneinander aufgestellte Obelisken und ein Grabmal mit einem Relief mit einem spärlich bekleideten Frau. Diese drei Grabmale werden auf den beiden folgenden Seiten beschrieben.

Letztes Upload: 13.07.2019 um 06:05:17