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Jüdischer Friedhof Ohlsdorf (Ilandkoppel in Hamburg):
Das Grabmal Dr. Gabriel Riesser

Dies dürfte das meistfotografierte Grabmal des Jüdischen Friedhofs Ohlsdorf sein. Es stand ursprünglich auf dem Grindelfriedhof.[205,Seite 64]]
Bild: Jüdischer Friedhof Ilandkoppel, Grabmal Dr. Gabriel Riesser

Dr. Gabriel Riesser war Jurist, Journalist, ab Mai 1848 ein Jahr lang Abgeordneter für das Herzogtum Lauenburg in der Frankfurter Nationalversammlung und von 1859 bis 1862 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Er setzte sich für die Gleichstellung der Juden ein.

Lange gelebt hat er nicht: *2.4.1806 in Hamburg; †22.4.1863 in Hamburg.

1957 wurde zu Ehren des Dr. Gabriel Riesser die Riesserstraße in Hamburg-Hamm-Nord benannt. Ein Stadtplan von 1928 zeigt in Hamburg-Eppendorf eine Gabriel-Riesser-Straße. Seit 1938 trägt diese Straße den Namen Lichtwarkstraße.

Die im Relief dargestellte Szene ist nicht ohne weiteres zu erkennen, da der untere Teil verschmutzt ist. Deshalb zeigt das untere Bild diesen Teil des Reliefs größer.

Die Szene zeigt die nackte Wahrheit in der Pose einer Siegerin. Sie hat die durch eine Schlange versinnbildlichte Unwahrheit besiegt. Ihr linker Fuß steht auf dem Kopf der Schlange, die Schwertspitze ist am anderen Ende der Schlange.

Bild: Jüdischer Friedhof Ilandkoppel, Grabmal Dr. Gabriel Riesser Wenn man genau hinschaut, erkennt man den geöffneten Schlund der Schlange. Der vorgestellte Fuß steht auf dem Kopf der Schlange.
Das Grabmal wurde von Engelbert Peiffer geschaffen.

Ihrer gespaltenen Zunge verdankt die Schlange ihren schlechten Ruf. Sie soll die Lüge verkörpern. In den Romanen von Karl May wird mehrmals erwähnt, dass Bleichgesichter mit gespaltener Zunge sprechen.

Dr. Gabriel Riessers Lebenslauf weist einige Parallelen mit dem Lebenslauf von Dr. Isaac Wolffson auf.
Letztes Upload: 13.07.2019 um 06:05:17