Ohlsdorfer Friedhof • Beim Wasserturm an der Cordesallee:
Das Familiengrab Alexander Kähler (Q25,36-49)

Nr.3: Das Grabmal Franz Bach, Architekt Nr. 4: Werden-Sein-Vergehn
Bild: Die Grabwand Bach und links hinter ihr das Familiengrab Alexander Kähler im März 2021
Die Grabwand Bach und links hinter ihr das Familiengrab Alexander Kähler im März 2021
Bild: Ohsdorfer Friedhof, Familiengrab Alexander Kähler: Einige Meter vor dem Grabmal steht ein große UrneFür etliche Jahre war das Familiengrab hinter der Grabwand Bach in dichten Rhododendren versteckt. Im Frühjahr 2021 wurden die Rhododendren zurückgeschnitten. Beide Grabmale stehen im rechten Winkel zueinander. Dem Weg in Richtung Norden ab dem auf der Auswahlkarte markierten Gräberfeld GF zeigt das Grabmals Kähler seine Rückseite.
Bild: Ohsdorfer Friedhof, Familiengrab Alexander Kähler: die UrneEine Flamme krönt das oberste Teilstück der aus fünf Teilen zusammengesetzten über einen Meter hohen Urne. Der Gesichtsausdruck der beiden weiter unten angebrachten Köpfe deutet wohl Trauer an.

Die Urne könnte die Vermutung aufkommen lassen, dass sich Urnengräber auf der Grabanlage befänden. Tatsächlich bietet die Grabanlage Platz für für 14 Erdbegräbnisse.

Bild: Ohsdorfer Friedhof, Familiengrab Alexander Kähler: das Relief
Ohsdorfer Friedhof, Familiengrab Alexander Kähler: das Relief
Bild: Ohsdorfer Friedhof, Familiengrab Alexander Kähler: das Relief
Ohsdorfer Friedhof, Familiengrab Alexander Kähler: das Relief
Im Vordergrund zeigt das Relief eine Sämann bei der Aussaat auf einem Feld. Das Feld liegt offenbar südlich der Elbe, denn im Hintergrund ist die von Schiffen befahrene Elbe und die Hamburger Innenstadt sichtbar. Die Beschriftung oben im ovalen Rahmen des Reliefs lautet: ES GING EIN SÄEMANN AUS ZU SÄEN. MATTH. 13,3.

Die Fortsetzung des Textes unterhalb des ovalen Reliefrahmens lautet: WER DA SÄET IM SEGEN. DER WIRD AUCH ERNTEN IM SEGEN. Dieser Text ist in dem zweiten Brief des Paulus an die Korinther (2.KOR 9,6-15) zu finden.

Bild: Die Signatur von Robert Schröter an der Grabwand
Die Signatur von Robert Schröter an der Grabwand
Das Hamburger Adressbuch von 1907 gibt dazu diese Auskunft: C. Robert M. Schröter, Bildhauerei, Steinmetz- und Kunststeinbetrieb, Louisenweg 115.

Zwischenzeitlich wurde der Straßenname geringfügig in „Luisenweg” geändert. Die genannte Straße liegt im Stadtteil Hamburg-Hammerbrook.

Der untere Teil des ovale Reliefrahmens ist mit einem von Kornähren, Kornblumen und Mohnblüten umgebenen Wappen dekoriert. Das Wappen zeigt fünf Eicheln an einem gemeinsamen Stiel.

Alexander Kähler jun.(*17.5.1832 Hamburg; †10.10.1907 Wilstorf oder Wilsdorf(?))
Alexander Kählers Vater hatte 1849 das Gut Hohenbuchen in Hamburg-Poppenbüttel erworben. Dort betrieb er eine Ölmühle und begann mit der Produktion von Seife. Sein Sohn Alexander gründete 1857 die Firma Alexander Kähler. Die Firma raffinierte Öl und produzierte ebenfalls Seife.
Bild: Hamburgisches Adressbuch für 1861: Der Eintrag Alexander Kähler
Hamburgisches Adressbuch für 1861: Der Eintrag Alexander Kähler
A. Kähler jun. gehörte dem Hamburger Bürgermilitär an und wurde 1866 Generalstabsmajor. Das Hamburger Bürgermilitär wurde am 30. Juli 1868 aufgelöst.

1870 wurde A. Kähler jun. Richter am Niedergericht. Ab 1871 war er Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. Dor schloss er sich der Fraktion der Rechten an. Er übernahm einige Ämter, war 1884 Präses des Oberelbischen Schiedsgericht[sic], vorher Präses der Seemannskasse; er wirkte außerdem in der Cholerakommission. Kähler war zeitweise Mitglied in der Finanzdeputation und der Deputation für Handel und Schifffahrt. Auch gehörte er dem Präsidium der Handelskammer Hamburg an.

Am 24. August 1888 schied Kähler aus der Bürgerschaft aus, da er in den Senat gewählt wurde. Auch dort war er in unterschiedlichen Deputationen tätig, vor allem im sozialen und kirchlichen Bereich.
Bild: Hamburgisches Adressbuch für 1891: Der Eintrag Alexander Kähler
Hamburgisches Adressbuch für 1891: Der Eintrag Alexander Kähler
Zum 30.7.1907 schied er altersbedingt aus dem Senat aus. Nur zehn Wochen später, am 10.10.1907, verstarb er im Senatorium Dr. Pfannkuch in Wilsdorf[sic?] an Lungenentzündung.
Die Zitate stammen aus dem Wikipedia-Eintrag zu Alexander Kähler (Unternehmer), Abruf am 14.11.2021. Dies ist auch die für diese Informationsbox hauptsächlich genutzte Quelle. Leider ist der Sterbeort in dem Wikipedia-Eintrag einmal als Wilstorf und einmal als Wilsdorf angegeben.
Letztes Upload: 01.12.2021 um 09:22:12 • Impressum und Datenschutzerklärung