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Der kleine Ring

Vom Haupteingang
zum Seehof

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Ohlsdorfer Friedhof • Vom Haupteingang zum Eingang Eichenlohweg:
Schweizer Begräbnisstätte und Xaver Arnold (L14, L15)

Grabmal der Familie L. Schlick Kapelle 3
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Gedenkstein der Schweizer BegräbnisstätteVom Rosengarten aus führt ein breiter Fußweg parallel zur Cordesallee unmittelbar zum Fußgängereingang Eichenlohweg. Er kreuzt zwei Fahrstraßen: die Ringstraße und die Oberstraße. Unmittelbar neben der Gärtnerei an der Ringstraße sehen wir, wenn wir von diesem Fußweg aus Richtung Cordesallee (also Richtung Norden) blicken, einen großen Gedenkstein mit der Aufschrift „Fern der Heimat vereint in Gott”. Es handelt sich um den Gedenkstein der Schweizer Begräbnisstätte auf dem Ohlsdorfer Friedhof.

Ende 1899 gründete der schweizerische Konsul die „Schweizerische Beerdigungskasse”. Deren Gemeinschaftsgrabstätte ist die Schweizer Begräbnisstätte (Planfeld L14 und L15).

Bild: Friedhof Ohlsdorf, Gedenkstein der Schweizer Begräbnisstätte
Fotos oberhalb: Das Relief auf dem Gedenkstein zeigt eine aufgebahrte Frau, die über den Vierwaldstättersee zur Friedhofskapelle gebracht wird.

Das Relief auf dem Gedenkstein stammt von Xaver Arnold. Auch er liegt hier begraben, siehe das Schwarzweißfoto rechts. Sein bekanntestes Werk ist die Christusstatue in der Nähe des Haupteingangs des Ohlsdorfer Friedhofs.

Eine Schrifttafel an einem unbehauenen Granitfindling trägt unter einem Edelweißrelief die Inschrift

JOHANN AEGETER
AUS VELTHEIM
GEB. 13.JUNI 1844 – GEST. 4.FEBR. 1899

ALS ERSTER AUF DIESEM BEGRÄBNISPLATZ
BEIGESETZT DEN 10.MÄRZ 1900
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Xaver Arnold
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Gedenkstein der Schweizer Begräbnisstätte
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Xaver Arnold Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabmal Xaver Arnold
Die strahlende, aber tiefstehende, Morgensonne am 9.2.2019 erzeugte eine unwirklich erscheinende Färbung des aus Sandstein gefertigten Denkmals. In schwarzweiß lassen sich die Einzelheiten der Halbstatue besser erkennen als auf dem zugrundeliegenden Farbfoto!

Die dargestellte Trauernde scheint ihren Kopf und ihren Oberkörper in ein dickes Wolltuch eingehüllt zu haben.

Auffallend ist die Beschriftung des Grabmals: Oben steht „Bildhauer / Xaver Arnold / aus Triengen / 1848–1929”. Erst an zweiter Stelle steht die fünf Jahre ältere und sechs Jahre vor Xaver Arnold verstorbene „Sofia Arnold / 1843–1923”. Zu „aus Triengen” schrieb Helmut Schoenfeld: Bemerkenswert ist, dass auf älteren Grabsteinen immer der Heimatort des Verstorbenen verzeichnet ist.[236, Helmut Schoenfeld: „Fern der Heimat – vereint in Gott": Schweizer Begräbnisstätte in Hamburg, Ausgabe: Nr. 72, I, 2001]

Letztes Upload: 13.07.2019 um 06:05:16