Ohlsdorfer Friedhof • Krematorium und Nebenallee:
Die geheimnisvolle Kuhle an der Nebenallee (V6)

Das Familiengrab W.H. Kriemelberg Das Familiengrab Schacht
Bei Schnee am 11.12.2012: Auf der rechten (südlichen) Seite der Nebenallee im ersten Abschnitt der Nebenallee hinter dem Denkmal für die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung (KZ-Opfer Ehrenmal) fällt eine zugewucherte Kuhle bzw. Bodensenke auf.
2001 begann ich mich für den Friedhof Ohlsdorf intensiv zu interessieren. Ein Jahrzehnt lang rätselte ich, was es mit dieser Grube wohl auf sich haben mochte. Handelt es sich um eine trockengelegte Viehtränke, um einen trockengelegter Teich, um eine eingestürzte Höhle, oder lediglich um eine ehemalige Sandabbaustelle? Antwort: Es handelt sich um eine ehemalige Sandabbaustelle.

Bekanntlich bildet Lesen: Die Bodensenke war einst liebevoll als romantischer Sitzplatz gestaltet, seit Jahrzehnten aber sich selbst überlassen.[216, Seite 173]

Auch in der etwa 1895 erstellten Vermessungskarte 1:10000 von Barmbeck ist die Kuhle eingetragen. Somit ist sie wirklich historisch!

Auch in dem Artikel Petra Schmolinske: „Das Grab des Gartenmeisters Sitzenstock auf dem Ohlsdorfer Friedhof” Zeitschrift für Trauerkultur, Ausgabe: Nr. 156, I, 2022 wird die Kuhle behandelt.

Fast schon im Frühling am 10.3.2022: Die abgebrochenen Äste bleiben sich selbst überlassen, die Tier- und Pflanzenwelt ist hier ziemlich ungestört.
Im Sommer am 29.8.2014: Das Gestrüpp in der etwa 3 m tiefen Kuhle ist recht dicht. Außerdem haben Brombeersträucher Stacheln. Somit ist die Vegetation in der Kuhle vor menschlichen Eindringlingen gut geschützt.
Letztes Upload: 11.11.2022 um 12:43:30 • Impressum und Datenschutzerklärung