Ohlsdorfer Friedhof • Krematorium und Nebenallee:
Das Familiengrab Schacht (U6,69-71,89-91,109)

Die geheimnisvolle Kuhle an der Nebenallee Kapitänleutnant Hanne

Vom KZ-Opfer Ehrenmal kommend sind wir der Nebenallee in östlicher Richtung gefolgt und haben die geheimnisvolle Kuhle passiert. Hier führen kurz hintereinander zwei Seitenwege nach rechts ab — an dieser Stelle können wir rechts das Denkmal für die Schiffsoffiziere erblicken (vergleiche übernächste Seite).

Wir wählen den ersten der beiden Wege. Das ist der Weg, der nicht unmittelbar an dem Denkmal für die Schiffsoffiziere vorbeiführt.

Nach nur wenigen Metern zeigt sich zwischen dem Fußweg und der Kuhle das knapp vier Meter hohe kirchturmartige Denkmal des Familiengrabs Schacht.

Das kirchturmartige Grabdenkmal Schacht Krabben und Kreuzblume am Grabdenkmal Schacht
3,90 m hoch ist dies kirchturmartige Grabdenkmal am östlichen Rand des auf der vorherigen Webseite beschriebenen „geheimnisvollen Kuhle”.

Sein Inschrift lautet:

Familien-Grab
für
Claus Schacht
1883

Das Grabmal scheint an eine gotische Kirche mit einem übergroßen Eingangsportal unter dem Kirchturm zu erinnern. Ganz auf dem Kirchturm ist das Kreuz unübersehbar. Unter dem Portal stützen Säulen den großen Gruftkeller. Dies alles stützt sich auf ein solides Fundament! Am Giebel über dem Eingangsportal krabbeln Krabben aufwärts zum Dachfirst. Auf dem Dachfirst steht eine Kreuzblume.

Laut Wikipedia bezeichnen „Krabben” das aus Stein gemeißeltes Laub in der gotischen Architektur. Sie sind so angeordnet, dass sie aufwärts streben. Betrachtet man die Kreuzblume von der Seite, erblickt man ein Kreuz. Betrachtet man sie genau senkrecht von oben, so erblickt man ein Quadrat.

In dem Artikel Petra Schmolinske: „Das Grab des Gartenmeisters Sitzenstock auf dem Ohlsdorfer Friedhof” Zeitschrift für Trauerkultur, Ausgabe: Nr. 156, I, 2022 wird dies Grabdenkmal behandelt. Der Artikel enthält einige Informationen zur Familie

Letztes Upload: 18.09.2022 um 17:52:07 • Impressum und Datenschutzerklärung