Ohlsdorfer Friedhof • Krematorium und Nebenallee:
Das Grab von Hans Albers (Y23,245–251,325–326)

Der Lippertplatz Die durchbrochene Grabwand Hansing
Vom Familiengrab Lippert aus ist es gar nicht weit zum Grab von Hans Albers. Man geht die Waldstraße ein Stück hinunter in Richtung Norden und findet auf der rechten (östlichen) Straßenseite einen entsprechenden Wegweiser.
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grab Hans Albers
Das Grab von Hans Albers (*22.9.1891 in Hamburg; †24.7.1960 in Starnberg) ist eher bescheiden. Sein Kissenstein ist auf dem gemeinsamen Grab der Familien Albers, Tölle und Kobrow zwar der größte Kissenstein, aber das ist es auch schon.
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grab Hans Albers
Der Volksschauspieler Hans Albers war zwar das jüngste von sechs(!) Kindern, hatte aber selbst keinerlei Nachkommen. Als die Nutzungsdauer der Grabstätte auslief, wurde durch Spenden ein Erhalt der Grabstätte ermöglicht.

Auf der Grabstätte wurde offenbar vom Friedhof Ohlsdorf ein Gedenkstein mit einer dauerhaften Schriftplatte installiert. Auf dieser Platte sind die Namen von Spendern aufgeführt. Es sind jedoch jedoch nicht alle Spender hier genannt; die Abkürzung „u.a.” weist darauf hin.

Hans Albers war der Sohn des Schlachtermeisters und Großschlachtereibesitzers Wilhelm Philipp Albers und dessen Frau Johanna Dorothea. Wilhelm Philipp Albers war der „schöne” Wilhelm in St.Georg, Hans Albers wurde der „blonde Hans”. Am Haus Lange Reihe 71, dem Geburtshaus von Hans Albers, ist eine kleine Gedenktafel angebracht.


Hans Albers hatte bereits in vielen (etwa 100?) Stummfilmen Nebenrollen gespielt, als er 1928 von Max Reinhard entdeckt wurde. Er war unter anderem der Star in dem deutschen Farbfilm „Münchhausen”. Dies war einer der ersten Farbfilme. Der Film wurde ab März(?) 1943 vorgeführt.

Hans Albers wollte in Hamburg beigesetzt werden, obwohl er überwiegend in Bayern gelebt hatte. Zu seiner Beerdigungsfeier am Freitag, dem 29. Juli 1960, versammelten sich weit über zehntausend Menschen vor dem Krematorium.

Interessanterweise hatte er auch als Sänger Erfolge. Wie das geschehen konnte, ist mir ein Rätsel. Ich habe eine alte Singleschallplatte von ihm gefunden. Die Vorderseite enthält „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins”, die Rückseite „La Paloma”. Beide Lieder sind in dem für Hans Albers typischen Sprechgesang dargebracht.

Letztes Upload: 02.10.2021 um 19:45:36 • Impressum und Datenschutzerklärung