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Ohlsdorfer Friedhof • Krematorium und Nebenallee:
Die durchbrochene Grabwand Hansing (Y23,11-60)

Der Grabstein für Hans Albers Der Engel auf der Grabanlage Plesch/Ritz
Unmittelbar neben dem Familiengrab Albers steht eine filigran gestaltetes Grtabwand aus rotem Sandstein. Es schmückt das Familiengrab L.J.F. Hansing.
Bild: Die durchbrochene Grabwand Hansing
Die durchbrochene Grabwand Hansing: Eindeutig gotisch!
Insgesamt ist die Grabwand 5,20 m breit und 3,60 m hoch. Als Bildhauer ist Caesar Scharff angegeben. Das aus rotem Sandstein gefertigte Grabmal wird auf 1902 datiert.[202, Katalognr. 306]
Ausnahmsweise beginnt die Beschreibung der Grabwand mit einem Zitat:[Wikipedia, Suchbegriff „Fenster”, Abruf 28.5.2020]
»Maßwerkfenster
Die Gotik gestaltete die Fenster bei Kirchenbauten mit zusätzlichem filigranem Mauerwerk, dem Maßwerk, das in die Fensteröffnung eingebaut war und auch Aufgaben eines steinernen bzw. schmiedeeisernen Fensterrahmens übernahm. Maßwerkfenster waren in der ursprünglichen Ausführung als bunte Bleiglasfenster konzipiert und wesentlicher Bestandteil der gotischen Raumkonzeption in Sakralbauten. In der Renaissance wurde das Fenster, bei entsprechender Größe, durch einen vertikalen Stab aus Stein gestützt, teilweise durch einen weiteren horizontalen Stab, was dann das sogenannte Steinkreuzfenster ergab.«
Bild: Die durchbrochene Grabwand Hansing Bild: Die durchbrochene Grabwand Hansing
Bild: Die durchbrochene Grabwand Hansing
Der giebelartige Mittelbau des Denkmals wird durch ein hier nicht gezeigte Ringkreuz gekrönt. Oben im Giebel ist ein liegender Dreipass eingesetzt: Ein Ornament bestehend aus drei aneinander gesetzten Kreisbogen, zwei Bögen unten, ein Bogen oben. Im Dreipass ist das Familienwappen untergebracht: Ein geflügeltes vierbeiniges Fabelwesen (Drache). Es hält eine nach oben gerichteten Pfeil in den Vorderbeinen. Die Namenstafel unterhalb des Familienwagppens besagt: L.J.F Hansing Familien Grab. Laut dem Hamburger Adressbuch für 1909 war Herr L.J.H.Hansing Mitinhaber der Firma Hansing & Co, Ferdinandstraße 63.

Unter dem Dreipass und der tragenden Steinsäule ist ein Kranzhalter angebracht. Vor seiner runden Scheibe scheint sogar ein echter Kranz zu hängen! Die tragende Säule unterteilt die große Öffnung in zwei gleichgroße Öffnungen. Die im weiter oben eingefügten Zitat gemachte Beschreibung „Maßwerkfenster” passt recht gut zum Giebel dieses Grabmals.

Bild: Die durchbrochene Grabwand HansingDie seitlichen Wangen sind etwas vorgezogen. Dadurch entsteht ein leicht räumlicher Eindruck. Deren Pfeiler sind mit Zeltdächern versehen: Die Dachflächen treffen sich in einer gemeinsamen Spitze.

Aus den Zeltdächern der beiden inneren Pfeiler streben Fiale (spitz zulaufende Türmchen) hinaus.

Die Pfeiler sind mit Reliefs geschmückt: Die Äußeren mit Weinreben, die Inneren mit Blumen.

Das Feld zwischen den Pfeilern ist mit einer Konstruktion aus vier dünnen Säulen und einem Querbalken ausgefüllt. Jede Öffnung zwischen Pfeiler und den dünnen Säulen weist einen Spitzbogen auf. Die Form des Querbalkens ist entsprechend angepasst.

Letztes Upload: 12.06.2020 um 10:42:26. Dieser Abruf erfolgte am 04.07.2020 um 23:37:50 Uhr.