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Ohlsdorfer Friedhof • Vom alten Wasserturm zum Eingang Kleine Horst:
Die Grabwand der Familie N. Sossidi (AF17,210-211/AF18,209-216)

Familiengräber Clamer und Rust Friedr. Rob. Nitzsche — der Jäger
Die Grabwand des Familiengrabes Sossidi liegt ebenfalls etwa 10 m neben dem Weg, allerdings auf der rechten (nördlichen) Seite. Wenn man von der Kapelle 7 kommt, übersieht man die Grabwand aufgrund des Pflanzenwuchses zwischen Weg und Grabmal jedoch leicht (Stand Februar 2017).
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabwand Sossidi Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabwand Sossidi
Bild: Friedhof Ohlsdorf, Grabwand SossidiDie Grabwand wird auf 1908 datiert. Einschließlich des Kreuzes auf dem Dach ist sie etwas über 3,50 m hoch. Die eingesetzten Schriftplatten aus poliertem schwarzen Granit stellen eine gute Lesbarkeit der Inschriften sicher.

Somit ist es kein Wunder, dass die Engelsdame gerade diese Grabstätte mit Rosenblüten bedenkt. In ihrer linken Hand hält sie eine geöffnete Mohnkapsel.

Nicht dokumentiert sind Architekt und Bildhauer.[202, Katalognr. 503]

Sehr ausführlich dokumentiert ist die Geschichte des 1884 ins Handelsregister Hamburg eingetragenen Zigarettenherstellers „Sossidi Frères de Constantinople” in dem Dokument Yavuz Köse (Herausgeber): Osmanen in Hamburg ― eine Beziehungsgeschichte zur Zeit des Ersten Weltkrieges, Hamburg, 1916. Zum Download des über 300-seitigen Dokuments gibt es zwei Möglichkeiten:

Direkter Abruf über PDF-Datei, Abruf 7.6.2020 oder
Abruf nach Vorauswahl über http://hup.sub.uni-hamburg.de/purl/HamburgUP_Koese_Osmanen.

Die folgenden Inline-Zitate sind den Seiten 140, 141 und 229 des oberhalb verlinkten Dokuments entnommen. Die Reproduktion eines historischen Zeitungsartikels über die Beisetzung von Nicolas Sossidi Ende Mai 1918 wird auf Seite 238 des Dokuments gezeigt.
Per 15.12.1884 wurde die Gesellschaft „Sossidi Frères de Constantinople“ in Hamburg gegründet (...) Gesellschafter waren Nicolas Sossidi und Pangolti Angelo Pervana. Ab dem 1.2.1891 waren die Brüder Nicolas und Athanase Sossidi die alleinigen Gesellschafter.[Sossidi Frères übersetzt: Gebrüder Sossidi]

In der Fabrik an der Fuhlentwiete 47 stellte das Unternehmen Marken wie „Fleur d’Orient”, „Archimedes”, „Noblesse”, „Queen Olga” oder „Princess Alice” her.

Die Firma wurde während des Ersten Weltkriegs von der Cigarettenfabrik Elite-Werke Kurt Heldern übernommen; der Firmensitz beider Unternehmen befand sich nun im Hinterhaus des Fabrikgebäudes Schulterblatt 58...1926 schloss Kurt E. Heldern (junior) die vom Vater übernommene Cigarettenfabrik Elite-Werke und verkaufte Sossidi Frères an Reemtsma.

Letztes Upload: 12.06.2020 um 10:42:26. Dieser Abruf erfolgte am 15.08.2020 um 00:58:59 Uhr.