Ohlsdorfer Friedhof • Nordteich und Stiller Weg:
Dr. Dr. E.h. Friedrich Lademann (AC10,49 oder 50(?))

A.H.G. Hoyer u. Familie Das Familiengrab Weber
Das Grabmal Lademann besteht aus rotem Granit Das Grabmal Lademann besteht aus rotem Granit
Das Grabmal Lademann Leider war am 14.2.2022 die Inschrift auf dem Grabstein schlecht lesbar. Sie lautet:

Dr. Dr. E.h.
Friedrich Lademann
1891 – 1966


Statt Dr. Dr. hätte besser Dr. Ing. Dr. Ing. E.h. in den Grabstein eingeritzt werden sollen.
Friedrich Lademann (*14.6.1891 Berlin; †29.3.1966 Hamburg) war das einzige Mitglied des Direktoriums der Hamburger Hochbahn AG, der bereits vor der nationalsozialistischen Herrschaft dem Direktorium angehörte und diese führende Position ohne Unterbrechung über die nationalsozialistische Zeitspanne hinaus inne hatte.

Das Grabmal ist auffallend klein gestaltet. Die ihm gewidmeten Traueranzeigen waren es nicht![1]


Studiert hatte er an der TH (Technisch Hochschule) Berlin und promovierte im September 1921 bei Curt Risch an der TH Braunschweig.

1922 bis 1933 war er zunächst Direktionsassistent der Berliner Straßenbahn und dann Prokurist der Berliner Verkehrsgesellschaft. In dieser Zeit unternahm er ausgedehnten Studienreisen in Europa und nach Amerika. Am 30.11.1928 gründeten die vier Prokuristen der Berliner Straßenbahn-Betriebs-GmbH Friedrich Lademann, Max Stielow, Karl Meyer und Paul Bandte sowie der Buchhaltungschef Alfred Falk in Gegenwart des Notars Rechtsanwalt Bruno Hülsen die »Berliner Vorbereitungs-Aktiengesellschaft für Verkehrsvereinheitlichung«. Ihre Aktien traten sie an die Stadt ab.[Lebenslauf (gekürzt) nach Wikipedia, Abruf 11.2.2022]

Friedrich Lademann war von 1934 bis 1938 leitender technischer Direktor der Leipziger Verkehrsbetriebe.

In der Aufsichtsratsitzung der Hamburger Hochbahn Aktiengesellschaft (HHA) vom 18.6.1938 wurde Dr.-Ing. Friedrich Lademann, bisher Direktor der Leipziger Straßenbahn, zum Mitglied des Vorstandes bestellt, er hat den Dienst schon am 1. Oktober angetreten[47, Seite 88/89] und zwar als technischer Direktor der HHA.[2]


Am Tage seines 65. Geburtstags wurde ein Interview mit ihm veröffentlicht.[3] Darin wird er als „Alsterdampfschiffahrtsadmiral” und „Vater der Straßenbahn” bezeichnet. Besonders erwähnt wird ein umfangreicher Aschenbecher für den leidenschaftlichen zigarillorauchenden Herrn.

Während des Krieges fuhr er jeden Donnerstagmorgen eine Tour als Fahrer einer Straßenbahn. Als Schaffner assistierte ihm der U-Bahn-Spezialist der HHA, Dr. Groche.


1955 hatte die elektrische Straßenbahn in Hamburg ihren sechzigsten „Geburtstag”. Die HHA gab unter Mithilfe von Hamburger Verkehrsamateuren ein liebevoll gestaltetes Büchlein heraus.[3, Eine Fahrt durch sechs Jahrzehnte …] Das Vorwort dazu schrieb Friedrich Lademann.
Hier drehen wir um und gehen zurück zum Denkmal von Gustav Adolf Graf von Götzen an der Norderstraße. Dort, auf der anderen Straßenseite dem sitzenden Gustav Adolf Graf von Götzen gegenüber, führt ein Fußweg von der Straße ab. Bereits nach wenigen Metern erblickt man links neben dem Weg das über 3 m hohe Steinkreuz mit der sitzende Trauernden des Grabmals Weber.

Fußnoten
Das Anklicken der Fußnotennummer führt in den Text zurück.
Letztes Upload: 01.07.2022 um 12:43:18 • Impressum und Datenschutzerklärung