Außen um den Friedhof Ohlsdorf herum:
Fußgängereingang Ohlsdorf

Das alte Krematorium in der Alsterdorfer Straße Der Fußgängereingang am Krematorium
Laut dem Friedhofsplan Stand 5/2017 ist die Bezeichnung dieses Friedhofszugangs
„Eingang Bahnhof Ohlsdorf”.
Noch im Umbau: Der Fußgängereingang am 19.5.2019
Nach dem Umbau: Das renovierte Zugangsgebäude. Pünktlich zu Beginn des „Bürgerfestes Ohlsdorf 2050” am 26.5.2019 konnte der umgebaute Eingang zur Benutzung freigegeben werden.
Von der Zaunpforte an der Fuhlsbüttler Straße aus geht es fünf Treppenstufen aufwärts. Rechts neben der breiten Treppe ist eine Sitzgelegenheit vorhanden. Die Treppe kann dank einer Rampe umfahren werden.
Fußgängereingang S/U-Bahn Ohlsdorf: Das renovierte Zugangsgebäude von der Talstraße (Friedhofsseite) aus
Fußgängereingang S/U-Bahn Ohlsdorf: Blick entlang des Friedhofszauns nach Süden. Die Straße heißt „Fuhlsbüttler Straße”. Sie verläuft außerhalb des Friedhofs.
Fußgängereingang S/U-Bahn Ohlsdorf: Blick entlang der Talstraße nach Norden zum Krematorium. Die Talstraße verläuft im Friedhof.

Die Neugestaltung des Fußgängereingangs S/U-Bahn Ohlsdorf war per 26.Mai 2019 abgeschlossen. Die folgenden Fotos und die Beschreibung auf dieser Webseite zeigen den Zustand vor Beginn der Bauarbeiten.

Man kommt zum Fußgängereingang Ohlsdorf des Ohlsdorfer Friedhofs, wenn man vom Bahnhof Ohlsdorf kommend exakt geradeaus geht. Das Häuschen am Eingang ist ein umgebautes Toilettenhäuschen. Es beherbergt zusätzlich ein kleines Informationszentrum.
WC beim Fußgängereingang Ohlsdorf

WC beim Fußgängereingang Ohlsdorf

Auch das öffentliche WC ist noch im Gebäude vorhanden. Sein Inneres ist sehenswert!

Kartenskizze Haupteingang des Ohlsdorfer Friedhofs
Der Füßgängereingang ist rund 70 Meter nördlich der Einfahrt. Unmittelbar am Fußgängereingang haben die beiden Buslinien, die den Ohlsdorfer Friedhof befahren, ihre Endhaltestelle.

Blick zurück zum Bahnhof
Foto unterhalb: Das Bahnhofsgebäude des Architekten Eugen Göbel ist im Villen- bzw. Landhausstil gebaut und stammt aus dem Jahre 1906. Es machte damals einen deutlich freundlicheren Eindruck, denn die seitlichen Anbauten waren größer und hatten — passend zum Hauptgebäude — Dächer mit Dachziegeln. 1906 wurde das Hauptgebäude von einem Uhrturm auf dem Dach gekrönt.

Erst in den 1920ern wurde der viertürige Vorbau am Eingang zum Bahnhof ergänzt. In der Bahnhofshalle, die sich unmittelbar hinter dem gezeigten Eingang befindet, wurden früher Fahrkarten verkauft. Besonders reizvoll war hier ein Schaukasten mit dem Modell einer Dampflokomotive Baureihe 24 „Steppenpferd”. Nach Einwurf eines Groschens wurde das Modell beleuchtet und das Triebwerk drehte sich. Ich meine, den Schaukasten im Museum für Hamburgische Geschichte wieder gesehen zu haben.

Bahnhofseingang Ohlsdorf am 27.4.2002
Bahnhofseingang Ohlsdorf am 4.4.2018
Fast 16 Jahre liegen zwischen beiden ähnlichen Fotografien. Die drei Bäume links in beiden Fotos sind in den 16 Jahren merklich gewachsen! Das Bahnhofsgebäude hat eine andere Farbe erhalten und die Beschilderung über dem Eingang hat sich geändert. Auch die Bushaltestelle und die Fuhlsbüttler Straße wurden in der Zwischenzeit verändert.

In den seitlichen Gebäudeanbauten, die auf beiden Bilder zu erkennen sind, waren früher Dienst- und Sozialräume und öffentliche Toiletten untergebracht. Die freiliegende Balkendecke der Halle ist noch vorhanden und zu erkennen.

Hinter dem Bahnhofsgebäude verläuft ein rund 100 m langer Fußgängertunnel unter dem Bahndamm hindurch. Der Tunnel unterquerte bis zu 9 Gleise. So geht es aus einem Gleisplan von 1914 hervor! Die Gleise lagen nicht unmittelbar nebeneinander, denn südlich des Tunnels waren drei Bahnsteige vorhanden. Nördlich des Tunnels erstrecken sich Abstellgleise — sowohl für die S-Bahn als auch für die U-Bahn.

Die gesamte Bahnhofsanlage ist ein Kuriosum. Das ist kein Wunder, denn sie wurde mehrfach umgebaut. So kommt es, dass sich die Fahrgäste der S-Bahn durch einen engen Treppenschaft zwischen Bahnsteig und Tunnel drängen, während die Fahrgäste der U-Bahn eine herrlich breiten Treppe benutzen können. Das öffentliche WC im Bahnhofsgebäude wurde geschlossen, denn der Betrieb eines öffentlichen WCs ist Aufgabe der Stadtverwaltung, aber nicht Aufgabe der Bahnbetreiber. Im Fußgängertunnel haben sich verschiedene Geschäfte niedergelassen — man kann mit gutem Gewissen behaupten, dass dieser Tunnel das wahre Zentrum von Ohlsdorf ist![Bahnhof Ohlsdorf (detaillierter)]

Ab dem 13.8.1880 fuhr die Pferdebahn zwischen der Innenstadt und Ohlsdorf. Ab dem 13.8.1896 bis zum 30.5.1965 fuhr die elektrische Straßenbahn nach Ohlsdorf. Ein Überbleibsel der elektrischen Straßenbahn findet man am Haus Fuhlsbüttler Straße 775 zwischen diesem Fußgängereingang und dem Fußgängereingang am Krematorium auf der dem Friedhof gegenüberliegenden Seite. Es handelt sich um eine prächtige Wandrosette. An ihr war früher die Fahrleitung der Straßenbahn befestigt.[Straßenbahnlinienchronik, dort Linien 6 und 28]

Letztes Upload: 05.09.2023 um 13:57:08 • Impressum und Datenschutzerklärung