Alte PCs:
PPC512, der portable PC von Amstrad

Bild: Amstrad PPC 512 in TascheWenn jemals ein PC eine Auszeichnung für gutes Design verdient hat, so ist der Amstrad PPC 512 oder sein Bruder mit etwas mehr Hauptspeicher, der PPC 640.

„PPC” steht für „Portable PC”, also tragbarer Personalcomputer. Es ist kein Laptop, aber ein tragbarer Computer, damals — ich hatte ihn 1989 gekauft — ein recht modernes Gerät.

Bild: Amstrad PPC 512 aufgeklappt
Der betriebsbereit aufgeklappte PPC zeigt eine vollwertige Tastatur, auf der man die Tasten nicht erst suchen muss. Das LCD (Flüssigkristallanzeige) war, wie damals üblich, zeichenorientiert und zeigte 25 Zeilen zu je 80 Zeichen. Rechts am Gerät befinden sich zwei Diskettenlaufwerke für 3½-Zoll-Disketten zu je 720 kB. Eine Maus benötigte man zur Bedienung des damaligen Betriebssystems MSDOS 3.30 nicht, und das Betriebssystem passte bequem auf eine halbe Diskette.

Zur Stromversorgung benutzte man das mitgelieferte Netzteil. Es gibt zwar ein Batteriefach, aber die Batterien (Alkaline-Mono-Zellen) waren rasch leer und kosteten schon damals einen stolzen Preis.

Bild: PPC 512, Anzeige beim StartSo sah die Anzeige aus, wenn der PPC gestartet wurde und man keine Alkaline-Batterien im Batteriefach hatte. Leider akzeptiert die Firmware des PPC 512 kein Datum ab dem Jahr 2000. Aber ist das wirklich wichtig?
Bild: PPC 512, Anschlüsse
Dem PPC 512 lag ein ordentliches Handbuch in gedruckter und gebundener Form bei.

So eine aufwändige Dokumentation treibt natürlich den Preis des Systems gewaltig in die Höhe. Was kostete denn ein so mustergültig dokumentierte komplett ausgestattete Rechner? Mit 850 DM war der Kunde dabei. Und er funktioniert im Jahre 2011 noch immer — und das ohne eine einzige Reparatur!

Letztes Upload: 28.02.2021 um 08:29:20. Dieser Abruf erfolgte am 16.05.2021 um 00:51:35 Uhr. • Impressum und Datenschutzerklärung