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Friedhof Ohlsdorf: Projekt Ohlsdorf 2050
Ohlsdorf 2050 im Februar 2019 • Haupteingang, Südteich, Rosengarten, Kapelle 3

Ohlsdorf 2050: Kapelle 6, Farnweg, Wasserversorgung
Es begann wohl 2015: Die Behörde für Umwelt und Energie, die Hamburger Friedhöfe AöR und das Büros bgmr Landschaftsarchitekten aus Berlin entwickelten eine Vorgehensweise zur weiteren Entwicklung des Friedhofs Ohlsdorf. Mögliche Zielvorstellungen wurden im Oktober 2015 vorgestellt und mit etwa 50 Akteuren unterschiedlicher Fachdisziplinen diskutiert. Heraus kam das Bestreben, die bereits bestehenden für die öffentliche Nutzung wirksamen Attraktionen weiter zu entwickeln. Die betrifft beispielsweise das Bestattungsforum, das Friedhofsmuseum, den Rosengarten, zahlreiche Gedächtnisgärten, thematische Führungen und Veranstaltungen.[1]

Die weiteren Planungen erfolgten sehr offen unter Einbeziehung von Personen und Gruppen, die Interesse und/oder Ansprüche an einem diesem Vorhaben haben (englisch: Stakeholder).

Besonders krass erschien es mir, als man zum Winteranfang 2017 im Bereich der Hauptzugänge an der Fuhlsbüttler Straße recht viele Bäume entfernte. Ähnliches erfolgte im Bereich des Südteichs. Mittlerweile denke ich, dass das Erscheinungsbild des Friedhofs durch beide Maßnahmen - wenn sie dann vollendet sind - gewinnen wird:

  • Durch die Baumfällaktion im Bereich der Hauptzugänge an der Fuhlsbüttler Straße soll das schlossartige Verwaltungsgebäude besser ins Blickfeld gerückt werden. Außerdem wird der Fußgängereingang bei der Bushaltestelle repräsentativ umgestaltet.
  • Durch die Baumfällaktion und die weitgehende Entfernung des dortigen Buschwerks entsteht die alte Sichtachse Cordes-Denkmal - Rosengarten - Südteichinsel - Cordesbrunnen und (angeblich?) Kapelle 1 wieder. Man plant sogar, zur Südteichinsel eine Fußgängerbrücke zu bauen.

Um den 20.2.2019 wurden einige rotorangene (RAL 2001(?)) Informationstafeln aufgestellt. Diese informieren über das Projekt „Ohlsdorf 2050”. Einige sind nachfolgend kurz beschrieben.

Außerdem sei auf einen Artikel von Herrn Lutz Rehkopf hingewiesen.[2]


Bild: Informationstafel zum Projekt „Ohlsdorf 2050”Links: Gleich beim Fußgängereingang, an der Einmündung der Kapellenstraße in die Talstraße, steht dies Informationstafel. Unter dem Titel „Eingänge sind Übergänge” befasst sich deren Vorderseite mit dem neugestalteten Eingang als Übergang von der Stadt der Lebenden in die Stadt der Toten. Die auf dem Foto gezeigte Seite stellt Ohlsdorf als Friedhof und Park gegenüber. Die vier Textblöcke unter den Bilder haben die Überschriften
  • Friedhof intensiv,
  • Friedhof extensiv,
  • Park intensiv und
  • Park extensiv.

Um das schlossartige Verwaltungsgebäude des Friedhofs führt im Halbkreis eine Straße herum. Die unterhalb links gezeigte Informationstafel steht an jener Straße. Die unmittelbar unterhalb gezeigte Tafel steht am Anfang der Cordesallee neben dem Südteich. Die Cordesallee beginnt in der Mitte der halbkreisförmigen Straße und verläuft in schnurgerader Richtung nach Osten.

Bild: Informationstafel zum Projekt „Ohlsdorf 2050” Bild: Informationstafel zum Projekt „Ohlsdorf 2050”
Die Zukunft des Ohlsdorfer Friedhofs - Maßnahmen im Rahmen des Projekts Ohlsdorf 2050

Beschrieben wird das Projekt und die (bisher) geplanten 14 Maßnahmen.

Ein bemerkenswerter Hinweis steht ebenfalls auf dieser Tafel: Zweck des Projekts Ohlsdorf 2050 ist, die gesamte Fläche des Ohlsdorfer Friedhofs als Grünfläche zu erhalten.

Diese Tafel an der Cordesallee zitiert auf der Rückseite den ersten Friedhofsdirektor Wilhelm Cordes.

Hier der Anfang des Zitats: „Bilder schaffen ist der Grundgedanke überall und alles, sei es Pflanze oder Bau, Grabmonument oder Gräberkomplex, Wegständer oder Plakatpfahl, alles muss sich einfügen in das Gesamtbild ...”

Bild: Informationstafel zum Projekt „Ohlsdorf 2050” Bild: Informationstafel zum Projekt „Ohlsdorf 2050”
Bild: Informationstafel zum Projekt „Ohlsdorf 2050” Bild: Informationstafel zum Projekt „Ohlsdorf 2050”
Die Informationstafel bei Kapelle 3 ist für mich besonders interessant - deshalb ist sie mit zwei Fotos bedacht. „Das Unsichtbare sichtbar machen - Entwicklung von neuen Wegen der Stille und Pflanzenvielfalt”. Hier werden geplante Veränderungen im Bereich zwischen der Kapelle und dem Friedhofszaun am Eichenlohweg begründet und beschrieben. Man möchte dort eine Referenzfläche einrichten, um verschiedene Nutzungen zu erproben. Es entstehen Areale mit Gräbern, Trauerräumen, Gedenkorte, Erholungsgebiete und Räume für Naturerfahrungen.

Die andere Seite der Informationstafel unter dem Motto „Von der Nekropole zur lebendigen Stadt” beschreibt die Überarbeitung der Wegführung. Der auf der Kartenskizze (Süden oben, Norden unten) gezeigte zusätzliche Friedhofseingang ist lediglich denkbar.[Kursive Textteile sind von der Tafel übernommen]


Fußnoten
Das Anklicken der Fußnotennummer führt in den Text zurück.
Letztes Upload: 25.02.2019 um 08:36:26